Der Trail Sentiero 601 am Gardasee zählt ohne Zweifel zu den bekanntestenTtrails am Gardasee. In den neunziger Jahren mit Hardtails und 50 mm Federweg vorne, war diese Abfahrt noch eher furchteinflößend und definitiv ein Speichenkiller. Neben dem Tremalzo Klassiker ist der 601er eine der schwere Mountainbike-Tour am Lago.
Mittlerweile hat der Trail, dank der modernen Mountainbike Technik ein bisschen an Schrecken verloren. Bleibt aber dennoch anspruchsvoll und ist nur für geübte Mountain Biker zu empfehlen. Wer sich genau die Wegbeschaffenheit und Höhenprofil anschaut, der sieht auch warum.
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Wir befestigen während unsere Abfahrten eine Bärenglocke am Rucksack, um während einer Abfahrt rechtzeitig auf uns aufmerksam zu machen. Die Wanderer werden es Euch in der Regel danken.
*Coghlans Bärenglocke Glocke
Download – Track von Juni 2020
Bitte beachtet auf allen Touren die Trail Rules – Wegeregeln des DIMB. Nur so schaffen wir es, das auch in Zukunft alle Wege für uns Mountain Biker offen bleiben.
Wir starten unsere Tour, wie gewohnt an der Sailing Bar, im Hafen von Riva del Garda. Ein Espresso vor Tour beginn, ist bei uns mittlerweile ein fester Bestandteil. Gibt einem das besondere italienische Flair, bevor wir den langen Anstieg in Angriff nehmen.
Und wir können dieses gut gebrauchen. Der Start liegt auf 65 Höhenmeter. Um den Sentiero komplett zu genießen, müssen wir auf 2060 Höhenmeter rauf. Es gibt die Möglichkeit, mit einem Bike-Shuttle bequem nach oben zu kutschieren. Oder man nimmt die Seilbahn in Malcesine. Allerdings sind vom Monte Baldo aus, auch noch einige Höhenmeter zu absolvieren.
Wir gehören jedoch der alten Garde an und wollen durch unsere eigene Muskelkraft die Auffahrt schaffen. Der Weg führt uns nun erstmal entlang des Seeufer`s bis hinüber nach Torbole. Dort geht es dann ab dem Stadtzentrum kontinuierlich bergauf.
Mit jedem Höhenmeter, den wir zurücklegen, werden wir mit immer schöneren und weiteren Blicken auf den Gardasee entlohnt. Und das Geniale, wenn einen doch irgendwann die Kraft verlässt, kann man bereits vorab auf den 601 oder einen der zahlreichen anderen Trails, wie den Coast Trail abzweigen.
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Wichtig zu wissen ist auch, dass es auf dem Weg nach oben keine Einkehr gibt. Zumindest keine die regelmäßig und kontinuierlich aufhat. In Höhe des Einstiegs zum Coast Trail gibt es eine kleine Hütte „Malga Casina“, der Gebirgsjäger. Wenn die Jungs da sind, dann gibt es Cola und was Kleines zu Essen. Darauf verlassen kann man sich aber nicht. Es bleibt also in jeder Hinsicht eine extreme Tour.
Bis 1650 Höhenmeter rollt man entspannt auf einer Teerstraße nach oben, bevor auf einen Forstweg und später auf einen Trail abgezweigt wird. Die letzten 300 Höhenmeter bis zum Gipfel wird das Bike geschultert. Oben angekommen, genießen wir die Nudeln im Rifugio Altissimo und natürlich einen einmalig schönen Panorama Ausblick auf den kompletten Gardasee.
Für die folgende Abfahrt sollte noch Muskelkraft vorhanden sein. Bereits 500 hm nach Abfahrt vom Rifugio sind die Passagen mit Kategorie S3 gespickt. Wer gut war, hat sich beim Rauftragen die spannendsten Stellen schon mal genau angeschaut, um nach einer idealen Fahrspur zu suchen.
Die Schwierigkeit hier oben besteht nämlich darin, sich seine eigene Spur, auf dem felsiger Karrenweg nach unten zu suchen. Es gibt keinen vorgezeichneten Weg von Wagemutigen, die vor einem hier runter sind. Weiter unten sieht es damit dann schon anders aus.
Wer sich an Schlüsselstellen unsicher ist, sollte lieber absteigen und schieben. Auch mit moderner Biketechnik ist der 601er kein Kinderspiel. Auf dem gesamten Trail ist eine fortgeschrittene Fahrtechnik notwendig, um die Herausforderung dieses legendären Trail gerecht zu werden.
Rund 300 Höhenmeter weiter unten, rollt man über eine kleine Alm Wiese. Hier lohnt es sich Inne zuhalten und das erste schwierige Stück noch mal Revue passieren zu lassen.
An der Weggabelung vom Trail auf den Forstweg, führt uns der Weg auf einen kleinen Pfad, der nur kurz flowig erscheint. Schnell kommen Felspassagen, gepaart mit dem typischen Gardasee Geröll und engen Kurven. Runter Brettern ist hier nicht möglich. Flowige Passagen eher selten.
Das Schöne am 601er Trail ist, das man bei schlechtem Wetter oder wenn man genug vom Durchrütteln hat, sich immer wieder Notausgänge auf der Strecke befinden. Und das fängt bereits oben an. Gut viermal queren wir den Forstweg, welchen wir am Vormittag hoch sind.
In Höhe der Teerstraße geht es dann in den Wald hinein. Ab hier wird der komplette restliche Trail bis runter nach Torbole zum klassischen Gardasee Trail. Viele lose Steine, zahlreiche Felspassagen, schmale Teilstücke und teilweise steiles Gelände.
Hier wird alles durchgerüttelt und geschüttelt was geht. Wer unten ankommt, kann stolz auf sich seinen, einen der legendären Trails am Lago di Garda geschafft zu haben. Für mich einer der besten Freerider Trails am See.
Der Sentiero 601 ist ein legendärer und extrem anspruchsvoller Freeride- und Downhill-Klassiker am Gardasee. Die Route führt vom Monte Altissimo über mehr als 2.000 Tiefenmeter in Richtung Nago und Torbole.
Der Sentiero 601 ist ein legendärer und extrem anspruchsvoller Freeride- und Downhill-Klassiker am Gardasee. Der Trail führt vom Monte Altissimo, einem Teil des Monte-Baldo-Massivs, über mehr als 2.000 Tiefenmeter hinunter in Richtung Nago und Torbole.
Die Kombination aus alpiner Landschaft, grobem Untergrund und technisch anspruchsvollen Abfahrtsabschnitten macht den Sentiero 601 zu einer der bekanntesten Mountainbike-Touren am Gardasee.
Der Trail liegt am nordöstlichen Ufer des Gardasees in der Region Trentino. Die Abfahrt startet am Monte Altissimo und führt über anspruchsvolle Abschnitte in Richtung Torbole und Nago.
Der klassische Ausgangspunkt der Tour befindet sich in Riva del Garda . Von dort führt die Auffahrt zunächst über Torbole weiter in Richtung Monte Altissimo.
Der Sentiero 601 ist extrem anspruchsvoll und bewegt sich je nach Abschnitt ungefähr im Bereich S3 bis S4. Der Trail ist geprägt von grobem Schotter, losen Steinen, felsigen Stufen, engen Kurven und steilen Hangpassagen.
Flowige Abschnitte sind eher selten. Stattdessen musst du deine Linie häufig selbst suchen und das Gelände jederzeit aufmerksam beurteilen. Der Trail ist daher ausschließlich für sehr erfahrene Mountainbiker geeignet.
Ja. Auch sehr geübte Mountainbiker müssen einzelne Passagen schieben oder das Fahrrad tragen. Gründe dafür sind Absturzgefahr, lose Schotterfelder, hohe Stufen und verblockte Abschnitte, die nicht sicher fahrbar sind.
Das Schieben oder Tragen ist kein Zeichen mangelnder Fahrtechnik, sondern gehört bei dieser alpinen Tour zur sicheren Fahrweise.
Nein. Anfänger und fortgeschrittene Einsteiger werden auf diesem Trail sehr wahrscheinlich überfordert sein. Neben der technischen Schwierigkeit erfordern die lange Auffahrt, die Höhenlage und die anspruchsvolle Abfahrt eine sehr gute Kondition.
Auch der untere Teil kann abschnittsweise schwierig sein, da dort Wanderer unterwegs sind und je nach Wegabschnitt besondere Regeln oder Einschränkungen gelten können.
Die Auffahrt kann mit einem E-Mountainbike erleichtert werden. Für die Abfahrt ist ein E-MTB jedoch nicht automatisch besser geeignet.
Das zusätzliche Gewicht kann auf engen, steilen und verblockten Passagen sogar ein Nachteil sein. Wegen der Tragepassagen und der technischen Anforderungen eignet sich der Sentiero 601 nur für sehr erfahrene E-MTB-Fahrer.
Der Startpunkt der Abfahrt liegt auf etwa 2.060 Metern Höhe. Von dort führen rund 2.000 bis 2.300 Tiefenmeter bergab in Richtung Nago und Torbole.
Zusätzlich musst du die Auffahrt zum Monte Altissimo bewältigen. Je nach gewählter Variante kommen dadurch insgesamt etwa 2.020 Höhenmeter und rund sieben Stunden Fahrzeit zusammen.
Die ausführliche Tourenbeschreibung findest du in unserem Tourenbericht zum Sentiero 601 .
Mehrfach kreuzt der Trail den Forstweg, über den die Auffahrt verläuft. Dadurch bestehen je nach Abschnitt Möglichkeiten, die Abfahrt abzubrechen oder auf einen einfacheren Weg auszuweichen.
Diese Ausweichmöglichkeiten können hilfreich sein, wenn das Wetter umschlägt, die Kräfte nachlassen oder eine Passage nicht sicher fahrbar ist. Ein aktueller GPS-Track und eine realistische Tourenplanung sind deshalb besonders wichtig.
Wenn dir der Sentiero 601 zu anspruchsvoll ist, kannst du auf weniger verblockte Touren in der Region ausweichen. Eine mögliche Alternative ist der Coast Trail .
Weitere Alternativen sind der Pregasina 422 Trail , der Malga-Grassi-Trail oder die Tremalzo-Tour .
Der untere Abschnitt kann abschnittsweise von Wanderern genutzt werden. Je nach Wegzustand und örtlicher Regelung können dort Einschränkungen oder Konflikte mit anderen Wegnutzern bestehen.
Bitte beachte deshalb unbedingt die Beschilderung vor Ort, aktuelle Sperrungen und lokale Hinweise. Wanderer haben Vorrang und sollten nicht gefährdet oder behindert werden.