Die „Stadt der hundert Türme“, wie Caen auch genannt wird, bietet seinen Einwohnern und Besucher eine Vielzahl an denkmal geschützten Sehenswürdigkeiten und historischen Fachwerkhäusern, eingebettet in einer grünen Umgebung.
Caen liegt am Fluss Orne, zirka 15 Kilometer südlich der Mündung in den Ärmelkanal und rund 50 Kilometer südwestlich von Le Havre. Mit einer Bevölkerung von etwa 108.200 (Stand 2021) ist es die größte Stadt im Département Calvados.
Caen ist eine Hochburg in der Geschichte Frankreichs. Tatsächlich hat Caen im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Schlüsselmomente erlebt. Wie zum Beispiel im Mittelalter, mit Wilhelm dem Eroberer. Später wurde es mit der Landung in der Normandie zu einem entscheidenden Ort im Zweiten Weltkrieg. Hier läßt sich Geschichte, Normandie Flair und lebendige Gegenwart auf besonders angenehme Weise verbindet.
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Ein Tagesausflug nach Caen lohnt sich aus mehreren Gründen, die sowohl historische als auch kulturelle Aspekte aufweisen. Hier unsere 6 Gründe:
Es ist eine lebendige Stadt mit studentischem Flair, zahlreichen Veranstaltungen und einem vielfältigen gastronomischen Angebot. Die Mischung aus historischen Stätten, modernen Annehmlichkeiten und einer aktiven Kulturszene macht den Besuch besonders ansprechend.
Zahlen und Daten können helfen, sich schnell einen kleinen Überblick über eine Stadt zu machen. Nehmt Euch die Zeit für ein paar spannende Eindrücke.
Erstmals erwähnt wurde Caen im Jahre 1027.
Im Jahre 1793 hatte die Stadt 34.805 Einwohner. Im Jahre 2022 waren es dann bereits 160.000 Einwohner
Im Jahr 1750 wurde im Botanischen Garten ein japanische Pagodenbaum gepflanzt. Heute ist der Baum rund 10 m hoch.
Der Landschaftspark Hill of Birds Park, nimmt eine Fläche von gut 17 Hektar ein.
In dem Park gibt es mehr als 15.000 Rosen und 500 verschiedene Sorten.
Caen ist reich an einer 1000 jährigen Geschichte. Es war die Lieblings Stadt von Wilhelm dem Eroberer, der hier ein Château und zwei Abteien errichten lies.
Nach der Eroberung der Normandie 1204 durch Philippe Auguste belagerten die Engländer die Stadt 1346 und 1417. Bis 1450 sollten sie die Vorherrschaft behalten. Heute wird die Stadt vor allem eine Universitätsstadt.
Im Herzen der mittelalterlichen Stadt, auf einem kleinen grünen Hügel, liegt das majestätische Château de Caen, das mit seiner normannischen Flagge geschmückt ist. Das Gebäude wurde vor mehr als einem Jahrtausend von Wilhelm dem Eroberer erbaut.
Heute bietet das Château einen tollen Ausblick auf die gesamte Stadt. Es gibt ein guten Kinderspielplatz und zwei Museen.
Das Museum welches sich auf dem Gelände des Château de Caen befindet, widmet sich ganz der Geschichte der Normandie.
Bei dem Musée des Beaux-Arts de Caen, handelt es sich um ein Kuntsmuseum, das Anfang des 19. Jahrhundert gegründet wurde.
Das Museum steht ganz im Zeichen der Operation Neptun. Die Operation Neptun war die Anlandung der Alliierte in der Normandie am 6. Juni 1944. Es befindet sich rund 15 Radminuten außerhalb der Innenstadt.
Diese Kirche, die nacheinander Saint-Pierre de Darnetal, Saint-Pierre-sous-Caen, Saint-Pierre-du-Châtel, Saint-Pierre-en-Rive genannt wird, ist das größte religiöse Gebäude in Bourg-le-Roi.
Erbaut wurde die Kirche im 13. Jahrhundert. Die Kirche ist eine Mischung aus Gotik und Renaissance.
Die Abteikirche Saint-Étienne ist eines der beeindruckendsten Bauwerke im Zentrum von Caen. Wer Caen besucht, sollte sich die Abbaye aux Hommes nicht entgehen lassen. Die Abtei ist ein Beispiel für die gotische Architektur in der Stadt.
Die 1063 von Wilhelm dem Eroberer gegründete Benediktinerabtei St. Etienne de Caen wurde 1077 geweiht. Ab 1120 wurden die ursprünglich flachgedeckten Räume mit sechsteiligen Kreuzrippengewölben ausgestattet, die zu den ältesten in Frankreich zählen. Die Abtei ist auch ein Zeugnis der Architekturgeschichte in der Stadt und in ganz Frankreich.
Die Abbaye aux Dames wurde ab dem Jahre 1060 erbaut und diente bis zur französischen Revolution als Benediktinerinnen Kloster.
Mitten im Stadtzentrum, zwischen der Kirche Saint-Pierre und dem Jachthafen, steht das letzte Überbleibsel der alten Stadtbefestigung: der Leroy-Turm
Eine der schönsten Gasse in Caen ist die Rue Friode. Hier finden sich zahlreiche kleiner Geschäfte und Cafes, geschmückt mit alte historischen Gebäuden.
Der 17 Hektar umfassende Landschaftspark wurde im Jahre 1994, anlässlich des 50. Jahrestages der Befreiung von den Nazis, eröffnet.
Ein Bummel durch das Quartier du Vaugueux am frühen Abend zeigt Caen von seiner lebendigsten Seite – kleine Gassen, Restaurants, Bars und häufig viel studentisches Leben.
Le Vaugueux ist ein historisches Viertel in Caen, das für seine mittelalterlichen Gebäude und historischen Straßen bekannt ist. Es liegt unterhalb des Burgbergs, in der Nähe des Château de Caen. Historisch war das Viertel ein wichtiges Handelszentrum und erlebte während der Belagerungen im 15. Jahrhundert Zerstörungen, insbesondere durch die Truppen von Heinrich V. von England.
Ein weiteres wichtiges architektonisches Erbe der Stadt, sind seine Fachwerkhäuser. Diese Gebäude stammen oft aus dem 15. und 17. Jahrhundert. Hier einige der wichtigesten Fachwerkhäuser:
Dieses Fachwerkhaus wurde 1460 von dem Ledergerber Jean Quatran erbaut. Es ist eines der ältesten und bekanntesten Fachwerkhaus in der Stadt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde es allerdings mehrfach umgebaut und im Zweiten Weltkrieg stark beschädight. Heute, wieder restauriert, zieht es immer noch zahlreiche Touristen an.
In dieser Straße befinden sich mehrere gut erhaltene Fachwerkhäuser aus dem 16. Jahrhundert, die das historische Stadtbild prägen und Besuchern einen Eindruck von der mittelalterlichen Architektur vermitteln.
Wer es grüner mag, besucht den Park Colline aux Oiseaux, der auf dem Gelände einer ehemaligen Deponie entstanden ist und heute Gärten, einen Rosengarten und einen kleinen Tierpark vereint – ideal auch mit Kindern.
Der nahegelegene Flughafen Caen-Carpiquet wird hauptsächlich von Inlands- und einigen saisonalen Verbindungen bedient. Internationale Anreisen laufen meist über Paris, ggf. auch über Nantes oder Rennes, mit anschließendem Weitertransport per Bahn oder Mietwagen nach Caen. Vom Flughafen Caen-Carpiquet sind es nur wenige Kilometer ins Stadtzentrum, erreichbar mit Taxi oder Shuttle.
Fernbusse verbinden Caen mit verschiedenen französischen Städten, darunter Paris, Rouen oder Rennes. Die Busbahnhöfe liegen meist in Bahnhofsnähe, sodass der Umstieg auf den Nahverkehr unkompliziert ist.
Für die Fahrt von Paris nach Caen muss man ab 29,- € und ebenfalls 3 Stundenfahrzeit rechnen.
Caen verfügt über einen Bahnhof mit regelmäßigen Verbindungen nach Paris (Gare Saint-Lazare) und in andere Städte der Normandie. Die Fahrt von Paris dauert je nach Verbindung etwa zwei Stunden. Vom Bahnhof aus erreicht man das Zentrum zu Fuß oder mit Bus und Tram in wenigen Minuten. Die Fahrt von Paris nach Caen dauert rund 3 Stunden.
Caen ist gut an das Autobahnnetz angebunden; aus Richtung Paris führt die A13 direkt in die Normandie. Wer einen Roadtrip an die Küste geplant hat, erreicht von hier leicht Orte wie Bayeux, die Landungsstrände, Deauville oder Honfleur. In der Stadt gibt es mehrere Parkhäuser und beschilderte Parkzonen; im Zentrum lohnt sich ein Hotel mit Parkplatz oder ein Parkhaus in Fußdistanz.
Von Caen aus verkehren mehrere Fähren nach Portsmouth/ Großbritannien. Es gibt bis zu 3 Abfahrten pro Tag. Die Überfahrt dauert rund 5 Stunden.
Beide Plätze verfügen über eine Ver-/Entsorgung.
Ein Campingplatz steht nicht in Caen zur Verfügung, soweit wir wissen.
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Caen genießt ein maritimes Klima. Besonders angenehm ist ein Besuch zwischen Mai und September, wenn das Wetter meist mild ist und viele Veranstaltungen im Freien stattfinden.
Im Hochsommer kann es in der Stadt und an den Küstenorten rundum voller werden, dafür laden lange Tage zu ausgedehnten Ausflügen ein. Frühling und Herbst bieten oft eine ruhige, atmosphärische Zeit mit weniger Andrang, während Winterbesuche vor allem für Museums- und Geschichtsinteressierte spannend sind, die es gemütlicher mögen und auf Strandtage verzichten können.
Caen ist eine kleine Stadt, welche sich im Stadtzentrum gut zu Fuß erkunden lässt. Viele Teile der Innenstadt sind für Fußgänger zugänglich, mit breiten Gehwegen und Fußgängerzonen.
Auch gut ausgebaute Radwege gibt es in der Stadt. Hier besteht allerdings noch ein großer Spielraum nach oben. Wobei wir mit den Rädern in der Stadt unterwegs waren. Aber es ist halt nicht Kopenhagen oder Amsterdam.
Die Stadt verfügt aber auch über ein modernen Straßenbahnsystems. Es gibt insgesamt 37 Haltestellen, die sowohl das Stadtzentrum als auch die umliegenden Vororte wie Hérouville-Saint-Clair, Ifs und Fleury-sur-Orne verbinden.
Dadurch das es eine Universitätsstadt ist gibt es hier natürlich eine Vielzahl an Restaurants in jeder Preisklasse. Auch Cafés sind hier sehr beliebt.
Für den kleinen Snack zwischendurch empfehlen wir die Bäckerei Tartines et Gourmandises in der 20 Rue Froide.
L’Atelier Café: Hier gibt es Cocktails, Wein und kleinen Gerichten. Es gibt sowohl Innen- als auch Außenplätze. Sehr Familienfreundliches Café.
Café Le Régent: Entspanntes Ambiente mit kleinen Gerichten und Getränke. Sehr Familienfreundlich. Einziges kleines Manko, der Fernseher an der Wand.
Wer mit Kinder ein bisschen Abwechslung sucht, wird am Le Manège, am Platz Pierre Bouchard ein tolles Karussell für Kinder finden. Zwei Fahrten kosten 5,-€, 6 Fahrten 10,- €
Inmitten dieser herrlichen Naturlandschaft habt Ihr die Möglichkeit, die Flora und Fauna der Normandie zu beobachten und mit etwas Glück sogar Zugvögel oder einheimische Säugetiere zu entdecken.
2 stündige Kajaktour auf dem Fluss Aure.
Wer etwas besonderes erleben möchte, der bucht einen Flug entlang des Küstenstreifens bei Étretat. Der Flug dauert zwischen 15 – 40 min.
Kaum eine Sportart biet solch eine Kombination aus Adrenalin, Natur und Geschichte. Am Omaha Beach landeten am 6. Juni 1944 die Alliierten.