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Der Familienreiseblog
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Test: Pirelli ZERO Race TLR Classic

Die neueste Evolution aus Italien

Wer auf der Suche nach einem schnellen Rennradreifen ist, für den bietet die italienische Firma Pirelli den ZERO Race TLR an. Einen Tubeless tauglichen Reifen von dem Pirelli sagt, das es der schnellste Reifen in ihrem Sortiment ist. Und wir, wir haben den Reifen ausgiebig getestet.

Im Testbericht geht es darum, wie sich der Reifen im Alltag und auf der Straße schlägt. Wie Pannensicher er ist und welchen Komfort wir gespürt haben.

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Pirelli P ZERO Race RS TLR Faltreifen
Pirelli P ZERO Race RS TLR Faltreifen

UV-Preis:

89,90 €

Kaufpreis:

54,95 €

Herstellungsland:

Italien

Kilometerleistung:

1165 km

Die Firma

Pirelli wurde 1872 von Giovanni Battista Pirelli in Mailand als Gummiwarenfabrik gegründet. Aus der kleinen Gummiwarenfabrik entwickelte sich schnell ein Unternehmen, das zunächst technische Gummiprodukte, Telegraphenleitungen, Unterseekabel und andere elastische Materialien herstellte. Schon früh zeigte sich, dass Pirelli nicht nur Produkte fertigen wollte, sondern technologische Lösungen für die moderne Infrastruktur.

Die erste Fabrik entstand bereits ein Jahr nach Firmengründung in Mailand. Mit dem Aufkommen des Fahrrads und der beginnenden Automobilisierung veränderte sich auch Pirelli. Schon 1894 stellte das Unternehmen Reifen für Velocipede her, also frühe Fahrräder. 1901 folgte dann der erste Reifen für Automobile, womit Pirelli den entscheidenden Schritt in Richtung Mobilitätsindustrie machte.

Schon früh begann Pirelli über Italien hinaus zu wachsen. Im frühen 20. Jahrhundert entstanden Werke in Spanien, England und Argentinien, später folgten weitere Standorte in Europa und Südamerika. Diese internationale Expansion machte Pirelli zu einem der ersten wirklich global aufgestellten italienischen Industrieunternehmen.

Sied 1922 ist Pirelli an der Mailänder Börse notiert. Heute über hundert Jahre nach Firmengründung ist Pirelli nicht nur ein Reifenhersteller, sondern auch eine Marke mit starkem kulturellem und ästhetischem Profil. Und, Pirelli ist eine Firmen, die gerade im Fahrradbereich immer noch in Italien Entwickelt und produziert. 

Datenblatt

Laufradgröße:28″ (622mm)
Bauart Reifen:Faltreifen, Tubeless Ready
Luftdruck:5-7.4bar
ETRTO:32-622
Reifen Eigenschaften:Skinwall
Karkassendichte:120TPI/EPI
Reifenbreite:32mm
Reifenmaterial:SmartEVO
Modelljahr:2026
Farbe:Schwarz, Braun
Gewicht:345g

Das sagt der Hersteller

Dieser Tubeless-Ready Reifen ist der schnellste in der Pirellis Produktfamilie für Rennfahrer. Mit dieser Eigenschaft ist er nicht nur bei Amateuren sehr gefragt, sondern auch bei den World Tour-Teams Trek-Segafredo, AG2R Citrön und seit kurzem auch beim Q36.5 Pro Cycling Team, mit denen Pirelli zusammenarbeitet.

Der Pirelli ZERO Race TLR Classic mit der innovativen SPEEDCORE-Technologie ist das Ergebnis eines komplexen Projektes, bei dem verschiedene Bereiche der F&E-Abteilung von Pirelli sowie die Radrennmannschaften, die ihn auf der Straße testeten, zusammenwirkten.

SPEEDCORE: VERSTÄRKTE KARKASSE

Die Lauffläche des Pirelli ZERO Race TLR Classic besteht aus dem bewährten SmartEVO-Compound. Diese Polymer-Mischung der jüngsten Generation wurde gezielt für mehr Bodenhaftung und geringeren Rollwiderstand entwickelt. Der entscheidende Unterschied zwischen dieser Tubeless-Version und dem Vorgängermodell ist allerdings die im Reifeninneren angewandte neue SPEEDCORE-Technologie. Die SPEEDCORE-Technologie sorgt für einen geringen Rollwiderstand und einen hohen Pannenschutz, indem die Karkasse durch Aramidfasern verstärkt wird, ohne sie zu versteifen. Aramid besitzt chemisch-physikalische Eigenschaften, die eine hohe Traktions-, Durchstich- und Hitzebeständigkeit ermöglichen und damit die mechanischen Eigenschaften des Reifens verbessern.

SCHNELLER HOCHRESISTENTER REIFEN BEI GERINGER STEIFIGKEIT

Die neue SPEEDCORE-Technologie, die dank Pirellis großem Erfahrungsschatz im Bereich Racing-Gummimischungen entstand, verleiht dem Pirelli ZERO Race TLR geringeren Rollwiderstand bei 24 Prozent besserer Leichtluftigkeit im Vergleich zum Vorgänger, was die firmeninternen Tests mit der Reifengröße 28-622 belegen. Der Schlüssel dazu ist die Aramidfaser, die mit den anderen chemischen Gummielementen eine homogene Reifenstruktur bildet, was die hohe Leichtläufigkeit und den besseren Schutz vor Durchstichen garantiert, ohne dass der Reifen eine zu starke Steifigkeit gewährleistet. Durch die SPEEDCORE-Technologie ist der neue Pirelli ZERO Race TLR flexibler und dünner als eine traditionelle Butyl-Gummischicht mit verbesserten mechanischen Widerstandseigenschaften und höherem Pannenschutz gegenüber den Vordergängerreifen mit klassischer Wulst-zu-Wulst-Gewebebeschichtung.

Pirelli Zero Race TLR
Pirelli Zero Race TLR

Erfahrungsbericht

Schon beim Auspacken und ersten Bestaunen der Pirelli ZERO Race Faltreifen war ich erstaunt. Steht doch auf der Packung „Made in Italy“. Wo gibt es das heute noch, das ein europäischer Hersteller in Europa entwickelt und dann auch noch produziert? Die meisten Reifen anderer Hersteller, die ich bisher gekauft haben, kamen aus Fernost. 

Dann kam die erste Herausforderung für mich – den Reifen auf die Felge ziehen. Nachdem ich alles für die Umstellung auf Tubeless vorbereitet hatte, wehrte sich der Reifen ein bisschen beim Aufziehen. Man braucht schon etwas Power, um das italienische Qualitätsprodukt, an seinen Bestimmungsort zu verhelfen. Dann Tubeless Dichtmittel rein und aufgepumpt. Und schon sitzt der Reifen -mag man meinen. Doch beim Vorderrad brauchte ich drei Anläufe. Beim ersten Mal war es undicht, beim zweiten Mal, der Reifen mit Unwucht auf der Felge und beim dritten Mal passte alles! Runder Lauf und Dichtheit. 

Der Grund für die erschwerte Montage des Reifens auf die Felge liegt aber nicht bei Pirelli, sondern in der nicht vorhandenen Norm, welche die Maße für Felgen- und Reifenhersteller vereinheitlichen. Dies führt dazu, dass Reifenhersteller Modelle entwickeln müssen, die auf nicht einheitlichen Felgen sitzen. Pirelli hat sich dafür entschieden, die einfache Montage zugunsten der Sicherheit zu opfern: Ein Reifenverlust bei einer Abfahrt mit 60 oder 80 km/h kann sogar tödliche Folgen haben. Es kann also sein, das bei euren Felgen die Montage hoffentlich leichter von der Hand geht. 

Weitere Testberichte

Pirelli gibt den Luftdruck bei 5 – 7,4 bar an. Ich habe 8 bar drauf und es rollt. Ob die neue SPEEDCORE-Technologie mit der 120-tpi-Karkasse und der Mischung von Hochleistungsfasern aus Aramid für mehr Laufruhe als auch die Widerstandsfähigkeit des Gummis  sorgt, mag ich in meinem Testumfeld nicht wirklich zu beurteilen. 

Fakt ist aber, das Pirelli bei diesem Reifen bei seiner SPEEDCORE-Technologie mit zwei Gewebelagen an der Seite und drei unter der Laufspur aufwarten. Das alles bei einer 120 TPI Dichte. Zum Vergleich, der Conti Grand Prix 5000 S-TR kommt hier nur auf eine 110 TPI Dichte. Der Schwalbe Pro One Faltreifen hingegen kommt hier auf eine 127 TPI Dichte. 

Was ich aber sofort merke ist, das in dem Reifen eine echte Renn-DNA steckt. Test im Labor haben ergeben, das dieser Reifen um rund 4 Watt effizienter ist, als sein Vorgängermodell mit der TPU-Variante P ZERO Race RS. 4 Watt… . Als Laie merke ich das nicht wirklich. Was ich merke ist der niedrige Rollwiderstand und die gute kontrollierbarkeit in Kurven. Hier gleitet der Reifen sicher und geschmeidig dahin. 

Auch auf schnellen Abfahrt, wie bei uns am Kesselberg oder runter ins Inntal, bei Telfs, vermittelt der Reifen viel Vertrauen. Selbst bei aggressiver Linienwahl bleibt er stabil und berechenbar. Gerade im Vergleich zu klassischen Clinchern fällt auf, wie ruhig das Fahrverhalten durch den niedrigeren Luftdruck wird – kleine Unebenheiten werden spürbar besser absorbiert.

Aber auch wenn der Straßenbelag mal rauer wird, oder es über Kopfsteinpflaster geht, sind die Vorteile eines Tubeless-Systems spührbar. Der Komfort steigt deutlich, ohne dass man das Gefühl hat, Geschwindigkeit einzubüßen.

Beim Antritt merkt man deutlich das schnelle vorankommen des Reifens. Hier will jemand mehr und das auch noch mit Speed. In Kurven behält der Reifen seine souveräne Haftung auf dem Asphalt. Nach über 1000 Testkilometer überzeugt der Reifen mit seinem Rollwiderstand und seinem Pannenschutz. Kleinere Durchstiche wurden erfolgreich vom Dichtmittel verschlossen. 

Pirelli Zero Race TLR
Pirelli ZERO Race TLR

Erhältlich bei unseren Partner:

Fazit

Der Pirelli ZERO Race TLR ist ein echter Wettkampfreifen, mit einer unglaublich beeindruckenden Performance. Sein guter Grip, die herausragende starke Effizienz, sein sportliches Handling und der Herstellungsprozess in Italien, machen den Pneu und allen voran Pirelli, für mich zu einer meiner neuen Lieblings-Rennradreifen-Marken. 

Einziges Manko war die Montage, in der sich der Reifen schwertat, auf die Felge zu wollen. Vielleicht ist das aber auch nur ein Anwenderfehler meinerseits. In Sachen Komfort, lässt der Pirelli ZERO Race TLR Classic keine Wünsche offen. Wer also auf der Suche nach einem kompromisslose Performance Race Pneu ist, der findet im Pirelli ZERO Race TLR Classic einen erstklassigen und vor allem treuen Partner. 

Kritisch anzumerken ist das insgesamt hohe Preisniveau, im Vergleich zu den Mitbewerbern. Zudem kann die Montage je nach Felgen-Reifen-Kombination erschwert sein. In Anbetracht der Qualität und der Nachhaltigkeit in Sachen kurze Wege durch eine Produktion in Europa, sind diese kleinen Kritikpunkt eher zu vernachlässigen. 

Bewertung

Weblinks

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