Sterzing (italienisch Vipiteno) zählt zu den bekanntesten Orten im nördlichen Südtirol und liegt direkt an der A22 im Wipptal. Die mittelalterliche Altstadt mit dem markanten 46 m hohen Zwölferturm gehört zu den „Schönsten Dörfern Italiens“ und bietet auf engem Raum historische Bauten, Museen und typisch südtirolische Gasthäuser.
Kulturinteressierte finden im Stadtmuseum und in der Heilig-Geist-Spitalkirche bedeutende Zeugnisse aus Gotik und Spätmittelalter, während die Umgebung mit dem Hausberg Rosskopf und der spektakulären Gilfenklamm zahlreiche Wander- und Naturerlebnisse bietet.
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage ist Sterzing ein ideales Ziel für einen Tagesausflug oder eine Zwischenübernachtung auf der Route zum Gardasee oder in andere Teile Südtirols.
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Mittelalterliche Altstadt
Sterzing gehört zu den „Schönsten Dörfern Italiens“. Die kompakte Altstadt mit farbenfrohen Fassaden, engen Gassen und dem 46 m hohen Zwölferturm als Wahrzeichen lässt sich gut zu Fuß erkunden.
Kultur und Museen
Im Deutschhaus sind das Stadtmuseum und das Multschermuseum mit dem bedeutenden Multscher-Altar (1456–1459) untergebracht. Die Heilig-Geist-Spitalkirche beeindruckt mit spätgotischen Fresken von Hans von Bruneck.
Hausberg Rosskopf
Der Rosskopf (Monte Cavallo) bietet Wanderwege mit Panoramablick, eine Sommerrodelbahn und im Winter eine der längsten beleuchteten Rodelbahnen Italiens.
Gilfenklamm und Umgebung
Die Gilfenklamm bei Ratschings ist eine spektakuläre Marmorschlucht mit Stegen, Brücken und Wasserfällen. In der Nähe liegen zudem die gut erhaltene Burg Reifenstein und die Wallfahrtskirche Maria Trens.
Verkehrsgünstige Lage
Sterzing liegt direkt an der A22 im Wipptal und ist damit ein idealer Stopp auf der Route zum Gardasee oder in andere Teile Südtirols. Typische Südtiroler Küche und lokale Produkte runden das Angebot ab.
Das Wahrzeichen von Sterzing ist der Zwölferturm mit einer Höhe von 46 Meter. Fussläufig zum Zwölferturm befindet sich auch das prunkvolle Rathaus der Stadt, das zwischen den Jahren 1468 – 1473 im spätgotischen Stil erbaut wurde.
Ein wichtiges Relikt, eine Stele des Gottes Mithars, findet sich im Hof des Rathauses.
Ein Teil des Inneren des Rathauses (Neustadt 21, Besuchzeiten: Mo – Do. von 08.15 – 12:30H und von 16 – 17h; Fr. von 08:15 – 12:30h) lässt sich auch besichtigen, unter anderem der Ratssaal Vigil Rabers, einem bekannten Verleger und Autor.
Aber Sterzing bietet noch mehr. Im Süden der Stadt befindet sich das Multscher Museum (Deutschhauserstr. 11, Besuchszeiten: Di -Sa 10- 13h und 13:30 – 17h), welches nach dem berühmten Bildhauer Hans Multscher benannt wurde. Eine seiner wertvollsten Arbeiten, ein prunkvoller Altar, kann man im Museum besichtigen.
In der Umgebung von Sterzing lassen sich zahlreiche Schlösser und Burgen entdecken. Unter anderem das Schloss Wolfsthurn, das Schloss Sprechenstein oder die Burg Reifenstein.
Der Zwölferturm in Sterzing ist 46 m hoch und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Der Überlieferung nach erhielt der Turm seinen Namen dadurch, dass er die Bürger Punkt 12 Uhr zur Mittagspause gerufen hat. Erbaut wurde er von 1468 bis 1478 im spätgotischen Stil nach den Entwürfen von Hans Feur.
Erbaut wurde das Rathaus von Sterzing von 1468 bis 1473. Das Besondere am Rathaus ist der gotische Ratssaal mit seiner einfachen Wandvertäfelung und der Balkendecke. Zudem verfügt das Rathaus über eine große Kunstsammlung.
Das Multscher Museum war einst ein Hospiz. Benannt ist es nach dem bekanntesten Bildhauer seiner Zeit – Hans Multscher aus Ulm. Er fertigte den spätgotischen Flügelaltars an (1456).
Die Burg Reifenstein zählt mit zu den besterhaltensten Burgen in Südtirol und wurde 1110 erbaut.
Sterzing hat keinen eigenen Flughafen, ist aber von mehreren internationalen Flughäfen aus gut erreichbar.
Flughafen Innsbruck (Österreich):
Ca. 50–60 km nördlich; von dort weiter mit dem Zug über den Brenner nach Sterzing (ca. 1 Stunde).
Flughafen Bozen (Südtirol):
Kleiner Regionalflughafen mit wenigen Verbindungen; von dort weiter mit Zug oder Bus nach Sterzing (ca. 45–60 Minuten).
Flughafen Verona (Italien):
Größerer internationaler Flughafen; von dort mit dem Zug über Bozen nach Sterzing (ca. 2–2,5 Stunden).
Flughafen München (Deutschland):
Über den Zug via Innsbruck oder mit dem Fernbus nach Südtirol und weiter nach Sterzing.
Sterzing ist in das Südtiroler Busnetz eingebunden und von vielen Orten aus mit öffentlichen Linien erreichbar.
Regionale Buslinien:
Von Bozen, Brixen und anderen Orten in Südtirol verkehren regelmäßige Busverbindungen nach Sterzing.
Fernbusse:
Einige Fernbuslinien halten an der Autobahnausfahrt Sterzing oder im Ort; von dort geht es weiter mit dem Stadtbus oder Taxi.
Vor-Ort-Mobilität:
Mit der Südtirol Guestcard (von vielen Unterkünften bereitgestellt) können Gäste Bus und Bahn in Südtirol oft kostenlos nutzen.
* Buchen kann man Busse über flixbus
Sterzing liegt an der Brennerbahn und ist mit dem Regionalzug gut erreichbar.
Aus dem Norden (Österreich/Deutschland):
Ab Innsbruck fährt der Zug direkt über den Brenner nach Sterzing; die Fahrzeit beträgt etwa 65 Minuten.
Aus dem Süden (Italien):
Ab Bozen/Brixen erreichen dich Regionalzüge in ca. 45–60 Minuten nach Sterzing.
Bahnhof:
Der Bahnhof Sterzing-Pfitsch liegt am Ortsrand; von dort sind es zu Fuß ca. 10–15 Minuten in die Altstadt.
Tickets & Infos:
Fahrpläne und Tickets findest du über die Seiten der ÖBB, DB oder Trenitalia sowie über Südtirolmobil.
Sterzing liegt direkt an der A22 (Brennerautobahn) und ist damit sehr gut mit dem Auto erreichbar.booking+1
Aus dem Norden:
Über die A12/A13 (Österreich) bis zum Grenzübergang Brenner, dann weiter auf der A22 in Richtung Bozen bis zur Ausfahrt Sterzing.
Aus dem Süden:
Auf der A22 von Bozen/Brixen in Richtung Brenner bis zur Ausfahrt Sterzing.
Parken:
In und um Sterzing gibt es mehrere Parkplätze, darunter auch große Anlagen am Autohof nahe der Autobahn.
Hinweis:
Auf italienischen Autobahnen besteht Mautpflicht; in Südtirol gelten zudem umwelt- und verkehrsrechtliche Bestimmungen (z. B. LKW-Durchfahrtsbeschränkungen).
Am Eurospar gibt es einen kostenpflichtigen Wohnmobilstellplatz. Dieser ist allerdings nur im Sommer nutzbar, da er auf einer Wiese liegt. Verlangt werden 15,- € für die Nacht.
Die beste Reisezeit für Sterzing hängt stark davon ab, welche Aktivitäten du planst. Generell gilt:
Mai bis Oktober ist die beste Zeit für Wanderungen, Radtouren und Sightseeing.
Juni bis September sind die wärmsten Monate mit den längsten Tagen, aber auch die touristischsten.
Mai und Oktober gelten als ideale Monate: weniger Touristen, angenehme Temperaturen und gute Bedingungen für Wanderungen und Kultur.
Die Rosskopfbahn und Sommerrodelbahn sind von Ende Mai bis Anfang November in Betrieb.
Die Skisaison dauert von Dezember bis Anfang April.
Der Rosskopf bietet eine der längsten beleuchteten Rodelbahnen Italiens.
Die Region verwandelt sich in ein schneesicheres Wintersportgebiet mit mehreren Skigebieten in der Umgebung.
Sterzinger Glockenweihnacht (Christkindlmarkt): Ende November bis Anfang Januar.
Sterzinger Laternenpartys: mittwochs von Anfang Juli bis Mitte August.
Sterzinger Knödelfest: jährlich am zweiten Sonntag im September.
Wochenmärkte: Der Sterzl-Markt (dienstags) und Bauernmarkt (freitags) finden von April bis Oktober statt.
Sterzing liegt im nördlichen Wipptal auf etwa 950 m Höhe und hat ein alpines Klima. Die Sommer sind mild bis warm, die Winter kalt und schneereich. Der Herbst bietet oft stabile Wetterlagen und eine verlängerte Wandersaison bis weit in den Oktober hinein.
Fazit: Für die meisten Besucher sind Mai/Juni und September/Oktober die besten Monate – gutes Wetter, weniger Menschen und ein breites Angebot an Aktivitäten.
Sterzing ist eine sehr kleine Stadt, welche man am besten zu Fuß erkundet. den ÖPNV braucht man hier nur fürs Umland.
In Sterzing solltest du auf jeden Fall folgende Südtiroler Spezialitäten probieren:
Sterzing ist berühmt für seine Knödelkultur – das jährliche Sterzinger Knödelfest (zweiter Sonntag im September) bietet rund 70 verschiedene Knödelvariationen.
Speckknödel – in kräftiger Brühe oder auf Krautsalat
Kaspressknödel – knusprig gebratene Käseknödel
Spinatknödel – mit zerlassener Butter und Parmesan
Leberknödel – klassisch in der Suppe
Kreative Variationen – Rohnenknödel (Rote Bete), Steinpilzknödel oder Kräuter-Serviettenknödel
Südtiroler Speck – luftgetrockneter, gewürzter Schinken
Kaminwurzen – geräucherte Rohwurst
Graukäse – würziger, fettarmer Käse aus der Region
Der Milchhof Sterzing ist eine der traditionsreichsten Genossenschaften Südtirols und bekannt für:
Joghurt – in vielen Sorten
Frischkäse und Käsespezialitäten
Milch, Butter und Sahne
Tirtler – frittierte Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen
Buchteln – süße Hefeteiggebäcke, mit Füllung
Apfelstrudel – mit Äpfeln, Rosinen, Nüssen und Zimt
Sterzinger Bauernmarkt (Freitags, April bis Oktober) – hier bekommst du Speck, Käse, Tirtler, Krapfen und andere regionale Produkte direkt von den Bauern.
Lokale Gasthäuser – viele Restaurants bieten bodenständige Südtiroler Küche mit regionalen Produkten.
Milchhof Sterzing – für Joghurt, Käse und andere Milchprodukte