Slowenien gilt noch immer als eines der unterschätzten Reiseziele Europas – und genau darin liegt der besonderer Reiz für uns. Zwischen den Gipfeln der Julischen Alpen und der Adriaküste vereint das kleine Land eine beeindruckende Vielfalt: smaragdgrüne Flüsse, wilde Schluchten, faszinierende Höhlen, charmante Städte und alpine Berglandschaften, die wie gemacht sind für Outdoor-Abenteuer.
Auf einem Roadtrip durch Slowenien lässt sich diese Vielfalt besonders intensiv erleben. Ruhige Täler, spektakuläre Aussichtspunkte und versteckte Orte mit Geheimtipp-Charakter wechseln sich mit bekannten Highlights wie dem Bleder See, dem Triglav-Nationalpark oder der Küstenstadt Piran ab.
Und zu dem gilt das Land als eines der sichersten Reiseländer weltweit. Auf der Weltfriedens-Index. liegt Slowenien auf Platz 9.
Dieser Beitrag zeigt Euch eine abwechslungsreiche Route durch Slowenien, die sich ideal in 10 Tagen oder mehr umsetzen lässt, aber auch flexibel erweitert werden kann. Eine gelungene Mischung aus den schönsten Sehenswürdigkeiten, besonderen Orten und praktischen Tipps für die eigene Reise.
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Höhenmeter
Da wir mit unserem Wohnmobil, auch liebevoll Wumeli genannt, unterwegs waren, starteten wir unseren Slowenien-Roadtrip direkt von der Haustür in Süddeutschland weg. Die Anreise mit dem eigenen Kraftfahrzeug lohnt schon daher, das Slowenien nicht weit von Deutschland entfernt liegt. Die Anreise erfolgt in den meisten Fällen über die extra gebührenpflichtige Tauern Autobahn und den Karawankentunnel (Maut über Asfinag / über Evinjeta).
Die Einfache Fahrt über die Tauern Autobahn kostet 15,- €. Wer mag, kann sich vorab über die Asfinag eine Digitale Maut organisieren. Wer mag, kann aber auch immer noch vor Ort bezahlen. Zur Ferienzeit gibt es eigentlich keinen Unterschied, was die Digitale Maut und die vor Ort bezahlte Maut angeht. Man steht zu den Stoßzeiten im Stau.
Die Kosten für die Durchfahrt der Krawankentunnel liegen bei 9,- € für eine Richtung. Auf der slowenischen Seite wird die Maut direkt an der Mautstelle Hrušica bezahlt. Aus Österreich kommend, ist die Maut Digital möglich, aber auch per Bezahlung an der Mautstelle.
Wer den Karawankentunnel umgehen möchte, kann dies über den mautfreie Wurzenpass (B109 / Route 204) tun. Allerdings ist der Pass mit Steigungen von bis zu 18 % eher nichts für ältere Wohnmobil, wie dem unseren.
Eine weitere Variante ist der weiter östlich gelegene Seebergsattel (B82/210) oder der Loiblpass (B91). Hier muss man jedoch mit einer erheblich höheren Fahrzeit und wesentlich mehr Kurven rechnen.
Eine weitere Variante führt über Italien. Hierzu Knoten Villach über die A2 und die italienische A23 via Tarvis und Udine nach Triest. Oder man fährt in Travis links ab auf die SS54 nach Kranjska Gora.
Natürlich könnt ihr aber auch nach Ljubljana fliegen und von dort aus mit einem Mietwagen oder Camper starten. Zwar wird Ljubljana bisher nur von wenigen großen deutschen Flughäfen wie München oder Frankfurt direkt angeflogen, aber auch aus anderen Regionen ist die Anreise mit nur einem Zwischenstopp möglich.
Freitagnachmittag klicken die Gurte im Wumeli. Eins, zwei, drei! Alle angeschnallt! Mike dreht den Schlüssel im Zündschloss unsere`s 25 Jahre jungen Wohnmobils um und das gewohnte, zuverlässige Schnurren des Motors stellt sich sofort ein. Ob es sich auch so auf die Entdeckung eines neuen Lande`s freut wie wir?
Das Ziel für heute lautet einfach nur: Loskommen! Entspannt wollen wir in den Pfingsturlaub starten. Es bedarf auch keiner konkreten Pläne. Der erste Stellplatz ist erst für Montag in Bled gebucht. Also keine Eile. So läuft es dann auch gut. Nachdem wir kurz vor Mitternacht den einspurigen, weil im Umbau befindlichen Karawankentunnel durchrollen landen wir kurz danach in Planica.
Was für ein Empfang! Kurz vor Ankunft quert ein Hirsch unseren Weg. Es ist eine sternenklare Nacht mit einer durchaus beeindruckenden Berg-Sprungschanzen Kulisse. Vor der wir hier unser Häuschen abstellen. Ziemlich müde und auch glücklich heute schon hier zu sein und den morgigen Tag mit Ausschlafen zu beginnen.
Natürlich wollen die Skisprungfans sich erstmal die Chance von oben ansehen und den Ausblick genießen. Nach einer kleinen Stärkung schnappen wir uns die Räder und unternehmen eine erste kleine, richtige Mountainbiketour zur Berghütte Tamar. Direkt hinter dem Stellplatz ist der Einstieg. Auch zu Fuss kann man die 4 km gut machen und ist fix am Berghüttchen Tamar. Bei einheimischer Musik gönnen wir uns eine Trinkpause und genießen die Atmosphäre. Die Abfahrt macht dann allen noch mehr Spaß als das Hochstrampeln.
Am nächsten Tag schnappen wir uns erneut die Räder und fahren auf der alten Bahnstrecke der ehemaligen Kronprinz-Rudolf-Bahn (Tarvis–Jesenice) nach Kranjska Gora. Leicht abfallend rollen wir zügig vorbei am Naturreservat Zelenci hinunter in den Skiort Kranjska Gor, mit seinem traumhaften Jasna-See. Mit Sicherheit einer der meist fotografiertesten Seen des Landes. Hingerissen vom Ausblick und einer entspannten Urlaubstimmung kehren wir direkt am See ins Gostilna Jasna Restaurant. Wir gönnen uns eine slowenische Fleischplatte, mit viel Fleisch und auf die Personen abgezähltes Gemüse. Was im Preis allerdings überwog, war der Ausblick und die Lage, des Restaurants. Weniger der kulinarische Genuss.

Planinski Dom Tamar
Wir starten unsere kleine Radtour, die sich auch gut als Wanderung machen lässt, direkt an den Sprungschanzen in Planica. Der Weg führt zunächst kurzweilig und flach über einen breiten Forstweg. Nach knapp einem Kilometer geht es dann steiler bergauf. Hier hilft unser kleines Abschleppseil, den Aufstieg für unsere Tochter zu erleichtern. Kaum haben wir die knapp 150 Höhenmeter Anstieg absolviert, zieht sich der Weg überwiegend flach bis hinter die Berghütte Tamar, wo wir eine kleine Pause einlegen, bevor wir noch einen Abstecher zum Wasserfall Slap Nadiža zu Fuß unternehmen, den man von der Hütte bereits sehen kann. Die Berghütte liegt im Triglav Nationalpark.


Wir radeln auf der alten Bahnstrecke Tarvisio–Jesenice–Ljubljana, das Teilstück von Planica nach Kranjska Gora. Die Strecke führt leicht abfallend auf einer gut asphaltierten Strecke zum Juwel der julischen Alpen in Slowenien.

Auf unserem Weg kommen wir am Naturreservat Zelenci vorbei. wo wir einen kleinen Stopp einlegen und die Natur genießen.

Am See in Kranjska Gora genießen wir den traumhaften Ausblick und ein überteuertes Mittagessen mit Blick auf den See.
Nach zwei Tagen des Ankommens in Planica, machen wir uns weiter auf dem Weg zu einem der Highlights in Slowenien – den Bleder See. Am Campingplatz ankommend, freuen wir uns, den Platz vorab reserviert zu haben. Komplett ausgebucht. Die Stellplätze sind qualitativ recht unterschiedlich. Wir haben Glück und beziehen bei 28 Grad, einen schattigen Platz unter einem Baum. Kaum ist alles aufgebaut, wagen wir den ersten Sprung ins Wasser. Noch am Abend unternehmen wir eine kleine Wanderung zum Aussichtspunkt Ojstrica, bei dem im oberen Teil gutes Schuhwerk und Trittsicherheit gefragt sind.
Der Ausblick erscheint uns wie aus dem Bilderbuch. Vor uns liegt der See mit seiner kleinen Insel und der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt. Wir hören hier oben, wie unten in der Kirche, die Wunschglocke geläutet wird. Am Ende des die mittelalterliche Burg von Bled und die Karawanken als Grenzgebirge zwischen Österreich und Slowenien. Der Gipfel links von der Burg ist der Begunjščica mit 2060 m Höhe.
Am nächsten Tagen besuchen wir die Burg von Bled, mit ihrem Museum und der alten Druckerei im Inneren. Den Nachmittag wollen wir eigentlich in Bled selber verbringen, verspricht der Ort doch eine über tausendjährige Geschichte. Allerdings ist von dieser in Bled selber nicht mehr viel zu sehen. Großes Highlight ist die Bleder Cremeschnitte, die es nur Original im Hotel Park zu verköstigen gibt. Hier wurde sie 1953 vom Chefkonditor Ištvan Lukačević entwickelt und dort wird sie heute auch entsprechend vermarktet. Unsere Variante stammt allerdings von der kleinen Bäckerei Pekarna Planika im Zentrum von Bled.
Zum Ende unseres Aufenthaltes am Bleder See, radeln wir zur Vintgar-Klamm, einem weiteren Highlight Sloweniens, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Wichtig zu wissen wäre nur gewesen, das man am besten vorab ein Ticket für den Besuch, online hätte buchen müssen. Am besten zwei Tage im Voraus, damit man sich einen optimalen Slot für den Besuch auswählen kann.
Wir, wussten das nicht. Wir sind von einem Kartenverkauf vor Ort ausgegangen. Somit dürften wir dort 1 1/2h auf unseren Einlass warten. Der Besucherstrom soll sinnvollerweise begrenzt werden. Wer mit Kindern vor Ort ist, darf sich im Souvenir Shop den Kinderpass abholen. In diesem sind einige Fragen notiert, welche es heißt während der Tour durch die Klamm zu beantworten. Am Ende winkt dann ein Buch für den Nachwuchs, das man sich im Souvenir Shop abholen kann.

Die Vintgar Klamm, nur etwa 4 Kilometer von Bled entfernt, ist für uns ganz klar ein absolutes Highlight – und das für die ganze Familie. Schon allein die Lage und die beeindruckende Natur machen diesen Ausflug zu einem echten Erlebnis.
Zur Klamm gelangt ihr auf verschiedenen Wegen. Ganz entspannt geht es mit dem Shuttlebus direkt vom Busbahnhof in Bled aus. Alternativ könnt ihr auch mit dem Fahrrad fahren oder die Strecke zu Fuß als kleine Wanderung zurücklegen. Wir haben beides ausprobiert und können sagen: Gerade an heißen Sommertagen ist die Wanderung eher anstrengend, da es unterwegs kaum Schatten gibt. Mit dem Fahrrad seid ihr deutlich schneller und deutlich entspannter unterwegs.
Wichtig zu wissen: Tickets für die Vintgar Klamm müsst ihr unbedingt vorab online buchen. Vor Ort gibt es keinen Ticketverkauf. Beim Kauf wählt ihr ein festes Zeitfenster für euren Besuch aus, da die Anzahl der Besucher begrenzt ist und der Zugang zur Klamm geregelt wird. Das sorgt zwar für etwas Planung im Voraus, macht den Besuch aber deutlich angenehmer.
Richtig cool fanden wir auch das Angebot für Kinder: Im Souvenirshop gibt es einen kostenlosen Kinderpass. Damit wird der Rückweg nach der Klamm gleich viel spannender, denn unterwegs warten kleine Aufgaben und Fragen auf die Kids. So wird aus dem oft eher langweiligen Rückweg ein kleines Abenteuer – und am Ende gibt es sogar eine Belohnung in Form eines Buches. Eine richtig schöne Idee, die nicht nur die Kinder happy macht.

Wenn ihr einigermaßen gut zu Fuß seid, solltet ihr euch die kurze Wanderung zum Aussichtspunkt Ojstrica auf keinen Fall entgehen lassen. Der Weg startet direkt mit einem ordentlichen Anstieg und führt euch durch einen dichten, angenehm schattigen Wald nach oben – gerade im Sommer wirklich angenehm.
Kurz vor dem Ziel wird es dann noch einmal etwas anspruchsvoller: Ein paar Felsstufen müssen überwunden werden, hier ist Trittsicherheit gefragt. Zum Glück gibt es ein Seil zur Unterstützung, sodass die Passage gut machbar ist. Oben angekommen, wartet dann die Belohnung: ein traumhafter Blick über den Bleder See, der definitiv zu den schönsten Aussichtspunkten der Region zählt.
Auch wenn die Tour insgesamt eher kurz ist, solltet ihr sie nicht unterschätzen. Gutes Schuhwerk ist hier ein absolutes Muss – mit Flip-Flops oder Sandalen werdet ihr auf diesem Weg keine Freude haben. Sicherheit geht einfach vor, gerade wenn es über Wurzeln und Felsen geht.
Wenn ihr danach noch Lust und Energie habt, könnt ihr die Tour problemlos verlängern und weiter zum Aussichtspunkt Velika Ojstrica laufen. Der zusätzliche Kilometer lohnt sich auf jeden Fall für alle, die gerne noch ein bisschen weiter unterwegs sind – auch wenn die Aussicht dort nicht ganz mit dem Panorama vom ersten Spot mithalten kann.


Nur 55 Kilometer trennen den Bleder See von der slowenischen Hauptstadt Ljubljana. Vom Wohnmobilstellplatz im Süden der Stadt, radeln wir auf einem gut ausgebauten Radweg in die autofreie Innenstadt. Kaum sind wir in der Innenstadt angekommen besuchen wir gleich die Fetiche Patisserie. Hier gibt es die Drachenrolle, ein typisch slowenisches Gebäck. Nachdem wir die Fahrräder angeschlossen haben, erkunden wir zu Fuß die weitere Stadt. Das Schöne an Ljubljana für uns als Familie ist, das alle Sehenswürdigkeiten nahe beieinander liegen.
Die Erkundung wird für uns zu einer kulinarischen Entdeckungstour. Neben der Burg oder der Drachenbrücke, motivieren wir unsere Tochter mit Strudel von Moji štruklji oder hausgemachten Wurst bei Klobasarna zu weiteren Erkundungen.
Besonders erstaunt uns der Zentralmarkt im Zentrum der Stadt. Hier werden neben Obst und Gemüse aus regionalem Anbau, auch Blumen angeboten. Erstaunen tut uns, dass es diesen Markt im Zentrum der Stadt überhaupt gibt. Denn, welcher Tourist kauft schon Blumenkohl? Somit kaufen hier vor allem Einheimische ein, die Wert auf Regionales legen. Und, die Preise sind echt fair, ja sogar teils günstiger, als bei den großen Handelsketten

Camping Ljubljana Resort“ Platz. Adresse: Dunajska cesta 270 1000 Ljubljana
Die Nacht wollen wir allerdings nicht auf dem Wohnmobilstellplatz in Ljubljana verbringen. Die Lage ist zwar zentral in der Stadt, allerdings bedeutet zentral auch Hauptstraße. So verstauen wir alles, um mit dem Wohnmobil ins knapp 80 Kilometer entfernte Lipica zu fahren.
Andere Reisende fahren von Ljubljana zur Hochebene Velika Planina bei Kamnik, wir fahren zum größten Lipizzaner Gestüt der Welt. Nicht nur, weil Eva nicht schwindelfrei ist und sich die Gondel zur Hochebene nicht zutraut, sondern vielmehr, weil ein echter Pferdenarr, in Form unserer Tochter mit an Bord ist.
So steuern wir den Parkplatz vor dem Gestüt in Lipica an, wo man mit dem Wohnmobil, wie in Pferdekreisen scheinbar üblich, überteuert, aber schön stehen kann. Am Morgen unternehmen wir eine Führung durch das 1580 von Erzherzog Karl II. von Innerösterreich gegründete Gestüt. Während der Führung erfahren wir mehr über die Geschichte der Lipizzaner Pferde und deren Bedeutung für Slowenien.
Von Lipica aus steuern wir Richtung Meer. Ziel ist der wohl schönste Küstenort Sloweniens: Piran. Was eigentlich auch nicht schwer ist, beträgt doch die Küstenlinie von Slowenien gerade einmal 34 Kilometer. Die Einheimischen selbst bezeichnet den Ort auch gerne als „Perle an der Adria“. Enge Gassen, venezianische Architektur und die Geschichte zum Komponisten Giuseppe Tartini, sind die wahren Highlights des kleinen Küstenortes, den man an einem halben Tag erkundet hat.
Wer kann kommt ohne Auto hierher. In den Ort selbst kommt man damit nicht rein. Wohnmobil Parkplätze sind sehr rar und der Parkplatz vor Pirna nicht gerade preisgünstig. Somit parken wir auf dem Campingplatz in Portorož für eine Nacht unser Wohnmobil und radeln bequem mit den Fahrrädern rüber nach Piran.
Unsere Tochter sehnt sich allerdings mehr nach Baden im Meer, als nach einem Städtebesuch. So ziehen wir nach unserem Besuch um auf den Campingplatz bei Ankaran. Hier gönnen wir uns einen Stellplatz in erster Reihe und genießen das Meer, sowie den Ausblick auf die großen Frachtschiffe. Diese halten Kurs auf den einzigen Frachthafen Slowenien`s: Koper. Hauptumschlagfracht sind Autos, die vornehmlich für den Balkan und Österreich bestimmt sind. Allen voran Fabrikate aus Südkorea und China.
Bei unseren Aufenthalt besuchen wir auch den Pokopališče školjk, den Friedhof der Muscheln, wie man den Strandabschnitt auch gerne nennt. Und hier, an der Adria endet unsere geplante und vorgebuchte Reise durch Slowenien. Von nun an lassen wir uns treiben, durch ein Land, das uns in den Bann gezogen hat.
Eigentlich wollten wir zurück in die Alpen in das Soča Tal. Doch einige Bericht im Web rat älteren Wohnmobilen von einer Fahrt ab. So entscheiden wir uns für das Landesinnere von Slowenien.
Nach einem Abstecher zum Cerkniško Jezero, dem periodischen Naturphänomen der Notranjska, dem größten See Slowenien, fahren wir weiter in die Universitätsstadt Novo mesto. Die Stadt am Fluss Krka begeistert vor allem mit ihrer Silhouette der historischen Altstadt. Eingebettet in Weinberge und dem mystischen Gorjanci-Hügel, lädt Novo mesto zum Verweilen ein.
Nicht weit von Novo mesto entfernt befindet sich die einzige Wasserburg Sloweniens, die Burg Otocec. Heute ein 5 Sterne Hotel, kann man dennoch um die Burg spazieren und die fantastische, fotogene Lage bestaunen.
Da die Wettervorhersagen für die nächsten Tage nichts Gutes verheißen, wagen wir einen großen Sprung durch die slowenischen Wälder bis nach Celje. Den Ort mit der größten mittelalterlichen Burg des Landes. Die Stadt liegt eingebettet zwischen dem Savinja Fluss und der alten Burg Celje. Mit seinen 48.00 Einwohnern ist die Stadt das Verwaltungszentrum der Region Savinjska. Wichtigste Sehenswürdigkeit sind die Burg und die Kathedrale.
Viel spannender und eigentlich ganz unscheinbar ist allerdings die Bronzestatue von Alma M. Karlin am Dom. Wer ist Alma M. Karlin? Alma M. Karlin ist wohl eine der berühmtesten und ungewöhnlichsten slowenischen Frauen des 20. Jahrhunderts. 1889 in Celje geboren unternahm Karlin von 1919 bis 1928 eine Reise um die Welt. Zu ihrer Zeit war sie die meist gelesene Reisejournalistin im deutschsprachigen Raum. Für uns als Freunde des Fernwehs, war die Entdeckung dieser Bronzestatue etwas ganz Besonders.
Zwei Tage blieben uns eigentlich noch um von Celje zum Beispiel nach Maribor zu fahren. Allerdings machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Regen und zwar richtig viel Regen, bewog uns, die Reise hier in Celje abzubrechen und uns den Rest von Slowenien für ein andermal aufzuheben.
Es ist eine schwierige Frage, was die optimale Zeit wäre. Slowenien ist ein recht Kompaktes Land. Man kann am morgen in den Alpen wandern, zu Mittag in Ljubljana Essen und am Abend in der Adria baden.
Das Land besucht man weniger wegen seinen Städten. Ljubljana lässt sich mit Kindern gut an einem Tag, vielleicht auch an zwei Tagen abhandeln. Länger geht immer.
Jedoch sollte man sich natürlich die Zeit nehmen, die Umgebung der einzelnen Orte zu erkunden. So wir in Planica, das wandern und Radfahren für uns auf dem Programm stand, war es in Piran, das Meer mit baden. Was gerade für unsere Tochter ein echtes Highlight war. Allerdings gibt es nun vor Ort für dieses Jahr 2026, mit Sicherheit keine Muscheln mehr.
Wir haben für unsere Route 12 Tage gebraucht. Sicherlich hätten wir es auch in 100 geschafft, was wir aber nicht wollten.
Slowenien ist ein überschaubar, kleines Land, und die Entfernungen sind entsprechend überschaubar. Oft habt ihr weniger als eine Stunde bis zum nächsten Reiseziel. Die Straßen sind gut ausgebaut und somit entspannt zu befahren.
In Slowenien gilt auf Autobahnen und vielen Schnellstraßen für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen Vignettenpflicht. Dafür muss man sich vor der Einreise eine Digitale Vignette bestellen. Diese kostet für Wohnmobile 32, – € für 7 Tage oder 64,- € für einen Monat.
In den Orten wie Bled oder am Meer, lohnt es sich in der Saison die Plätze zu reservieren. Allen voran Bled. Unser Campingplatz war in den Pfingstferien komplett ausgebucht. Am Meer sollte man sich die Plätze genau anschauen. Nicht alle sind gut bewertet. Unser Campingplatz in Ankaran lag direkt gegenüber dem Frachthafen von Koper. Uns haben die große Schiffe vor der Nase nicht gestört. Im Gegenteil, es hat das Fernweh gesteigert.
Die ideale Zeit für einen Roadtrip durch Slowenien ist der späte Frühling bis frühen Herbst – besonders Mai, Juni und September. In diesen Monaten genießt ihr angenehme Temperaturen, grüne Natur und weniger Touristen als in der Hochsaison Juli/August.
Im Mai und Juni liegen die Durchschnittstemperaturen zwischen 20 und 25 °C – perfekt für Wanderungen, Radtouren und Sightseeing. Im September ist es ähnlich mild, aber mit etwas mehr Herbststimmung und Weinlese-Vibe.22places+1
Im Juli und August herrscht Hochsaison – besonders rund um den Bleder See, das Soča-Tal und die slowenische Adriaküste. Parken, Unterkünfte und beliebte Wanderwege sind oft überfüllt. Außerhalb dieser Zeit fährst du entspannter und findest leichter spontane Übernachtungsmöglichkeiten.traveloptimizer+2
Im Frühling ist die Natur besonders frisch und grün – ideal für Fotos und Naturliebhaber. Wasserfälle wie die Slap Savica führen in dieser Zeit besonders viel Wasser. Im September leuchtet die Natur in warmen Herbstfarben, besonders in den Alpen und im Weinland Goriška Brda.
Es sind die Hauptmonate für Touristen. Die Preise und Temperaturen steigen, volle Straßen und überbuchte Campingplätze.
Einige Bergstraßen – etwa der Vršič-Pass – sind im Winter gesperrt. Viele Unterkünfte und Sehenswürdigkeiten haben reduziert geöffnet oder sind ganz geschlossen.
In slowenischen Cafés lohnt es sich, die lokale Kaffeekultur entspannt zu genießen: Bestellt werden oft ein kleiner Espresso, Kava z mlekom (Kaffee mit Milch) oder ein Cappuccino, dazu bekommt man meist ein Glas Wasser. Die Cafés an sich heißen in der Regel Kavarna.
Wer dort unterwegs ist, sollte wissen, dass Cafés in Slowenien eher als gemütlicher Treffpunkt zum Verweilen gelten als als Ort für schnelles Take-away; besonders beliebt sind preiswerte, gute Kaffees und im Sommer auch sehr kalte Getränke oder Bier.
Zum Probieren eignen sich neben Kaffee auch Kuchen, Gebäck und regionale Desserts. Beim Trinkgeld reicht meist ein kleines Aufrunden.
Slowenien ist längst kein günstiges Reiseziel mehr. Vor allem die Preise für Unterkünfte oder Campingplätze können eure Reisekasse ordentlich belasten. Für eine Nacht auf dem Campingplatz solltet ihr im Schnitt mit etwa 30 bis 65 € rechnen. Schon bei der Recherche wird schnell klar: Wenn ihr Wert auf eine schöne und moderne Unterkunft legt, müsst ihr teilweise deutlich tiefer ins Portemonnaie greifen.
Um mit den Slowenen in Kontakt zu treten, kann es hilfreich sein, ein paar Brocken slowenisch zu beherrschen. An sich sind die Slowenen im englisch aber gut bewandert.
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