Nazaré ist ein Ort, der sofort Bilder im Kopf erzeugt: Riesenwellen, salzige Gischt, donnernde Brandung und ein Atlantik, der hier seine ganze Kraft zeigt.
Das ehemalige kleine Fischerdorf an der portugiesischen Westküste Poertugals, ist heute ein echtes Mekka für das Surfen und ein legendärer Treffpunkt für Big-Wave-Surfer aus aller Welt.
Berühmt wurde Nazaré vor allem durch Garrett McNamara, der hier im Jahre 2011 eine rund 24 m hohe Welle ritt. 9 Jahre später schaffte der Deutsche Sebastian Steudtner einen neuen Rekord mit einer Welle von 26,21 m Höhe. Bist heute der gültige Weltrekord.
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Zahlen und Daten können helfen, sich schnell einen kleinen Überblick über eine Stadt zu machen. Nehmt Euch die Zeit für ein paar spannende Eindrücke.
Die höchste offizielle gesurfte Welle (Stand 01/23) wurde am 29. Oktober 2020 am Praia do Norte in Nazaré, von dem deutschen Sebastian Steudtner gesurft.
Bisher war Big Wave Surfer in Nazaré gefährlich aber nie tödlich. Dies änderte sich am 6. Januar 2023 als der Brasilianer Marcio Freire bei einer verhältnismäßig niedrigen Wellen ums Leben kam.
Nazaré liegt offen an der Atlantiküste Portugals und ist ein perfektes Reiseziel für diejenigen, die Strände, historische und kulturelle Sehenswürdigkeiten, schöne Aussichtspunkte und gute regionale Küche genießen.
Bis zum 18. Jahrhundert war die Gegend hier kaum besiedelt. Zum einen lag das an den unzugänglichen Stränden, zum anderen an Überfällen von Piraten auf die ansässigen Fischerhütten. Doch im Laufe der Jahrhunderte versandete der Strandzugang zunehmend und die Überfälle ließen nach.
Ab Ende des 18. Jahrhundert wurden vermehrt Häuser entlang der Küste gebaut. Ende des Jahrhunderts zählte man rund 58 Häuser.
Aber die Gegend forderte ihren Tribut. Die Herbst- und Winterstürme machten den Bewohnern stark zu schaffen. Immer wieder kam es durch den starken Seegang zu Beschädigungen.
Ende des 20. Jahrhundert entdecken die Windsurfer Nazaré für sich. Durch seine besondere Küstenlage entstehen, mit einem riesigen Unterwasser-Canyon können hier im Herbst und Winter bis zu 30m hohe Wellen entstehen. So hoch, wie sonst nirgends auf der Welt.
Der Großteil der Touristen heute kommt wegen den Stränden mit den hohen Wellen. Wer will nicht einmal im Leben eine 30 m hohe Welle von nahem sehen.
Aber Nazaré hat auch einige Sehenswürdigkeiten zu bieten, welche man sich nicht entgehen lassen sollte.
Sítio da Nazaré ist ein Ortsteil der Stadt durch welche man definitiv muss, wenn man zu den Big Waves möchte.
Es ist eine Wallfahrts- und Anbetungsstätte. Hier soll die Liebe Frau von Nazareth erschienen sein. Ihr zu Ehren wurde die Santuário de Nossa Senhora da Nazaré oder auch Basilika Unserer Lieben Frau von Nazareth errichtet.
Das Heiligtum Nossa Senhora da Nazaré befindet sich auf dem Hauptplatz der Stadt, in Sítio da Nazaré. Die Grundsteinlegung für die Basilika fand am 24. Oktober 1909 statt.
Am 8. September jeden Jahres findet hier ein großes Fest zu Ehren der Heiligen Jungfrau von Nazareth statt.
Die Ermida da Memória oder auch Capela da Memória genannt, ist der wichtigste Punkt der Gründung der Stadt Nazaré.
Erbaut wurde die Kapelle durch D. Fuas Roupinho, dem Bürgermeister von Nossa Senhora de Nazaré.
Die Legende besagt, dass D. Fuas Roupinho die Gewohnheit hatte, in der Region zu jagen und dass er eines Tages einen Hirsch verfolgte, der zur Klippe floh.
Als er sah, wie der Hirsch über die Klippen verschwand betete er zur Jungfrau Maria, das sie im helfen wurde, sein Pferd zu stoppen. Maria erhöhte ihm und stoppte das Pferd.
Aus Dankbarkeit ließ D. Fuas die Ermida da Memória auf derselben Klippe errichten. Das Innere und die Fassade der Kapelle sind mit blauen und weißen Kacheln aus dem 17. und 18. Jahrhundert geschmückt, die auf diese Legende anspielen.
Das Fort São Miguel Arcanjo befindet sich in der Nähe von Praia do Norte und beherbergt auch den berühmten Leuchtturm von Nazaré. Es ist eines der Fotomotive schlechthin im Ort.
Doch Achtung, die Wege entlang der Klippen sind recht rutschig und man hat dort einer erhöhte Gefahr des Absturzes. Diese Wege sind ausschließlich etwas für Trittsicher und Schwindelfreie Menschen. Und, man sollte sich an die entsprechenden Absperrungen halten.
Erbaut wurde das Fort erstmals 1577. Der Leuchtturm von Nazaré stammt aus dem Jahr 1903
Heute ist das Fort ein beliebter Aussichtspunkt, um den Big Wave Surfern bei ihrem Wellenritt zu zuschauen.
Praia do Norte ist einer der längsten Strände in Nazaré. Er ist von Dünen, Wäldern und Pinien umgeben.
Hier kann man den Surfern hautnah zu schauen. Allerdings hat man die besten Plätze von der Klippe des Fort São Miguel Arcanjo aus.
Ein guter Geheimtipp ist der Besuch außerhalb der Hauptsaison, wenn die Wellen gewaltig sind und der Ort zugleich etwas ruhiger wirkt. Dann zeigt sich Nazaré von seiner dramatischsten Seite, besonders am Leuchtturm und an den Klippen.
Ebenfalls schön ist ein Spaziergang durch den oberen Ortsteil am Abend, wenn der Blick über den Strand und das Meer besonders stimmungsvoll ist.
Wer mag, kann auch die Nähe zu anderen Orten an der Costa de Prata nutzen und Nazaré als Ausgangspunkt für weitere Entdeckungen einplanen.
Der Praia da Vila oder Praia da Nazaré oder sogar Praia de Banhos genannt, ist ein weitläufiger Sandstrand an dem sich gut baden lässt.
Hier kann man man auch seine ersten Surfversuche starten. Aber um Big Wave Surfer zu werden ist es ein langer, sehr langer Weg.
Von Praia da Vila aus kann man dank einer Standseilbahn – Ascensor da Nazaré – zum Stadtteil Sítio da Nazaré hochfahren.
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Die Standseilbahn wurde 1889 eingeweiht. Sie fährt alle 15 Minuten und überwindet dabei einen Höhenunterschied von 318 m.
Der nächstgelegene Flughafen ist der von Lissabon. Von hier muss man dann mit dem Zug, Bus oder dem Mietwagen weiter nach Nazaré fahren.
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Tägliche fahren Züge vom Hauptstadt in Lissabon nach Nazaré. Die Zugfahrt dauert rund 2 Stunden und kostet ab 10,- €.
Von Lissabon geht es auf der A8 Richtung Porto. Achtung, die Autobahn ist gebührenpflichtig. Für die 125 Kilometer muss man mit 1:30 Fahrzeit rechnen.
Es gibt keinen offiziellen Wohnmobilstellplatz in Nazaré. Kostenfrei parken kann mit seinem Wohnmobil für eine Nacht am
oder gegenüber am
Von den Wohnmobilstellplätze sind es rund 3 Kilometer bis ins Zentrum und 3,5 km bis zum Nordstrand mit den Big Waves.
Ohai Nazaré Outdoor Resort, Adresse: N242 Km 31 5, 2450-138 Nazaré, Portugal
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Die beste Reisezeit für einen Besuch von Nazaré sind März, April, Mai, Juni, Juli. August, September und Oktober.
Die wärmsten Monate sind Juli, August und September.
Wer die Big Waves sehen will sollte im Januar und Februar sein Glück versuchen.
Nazaré ist eine kleine Stadt, welche sich sehr gut zu Fuß erkunden lässt.
Für Radfahrer – es gibt keine Radwege in der Stadt. Zwischen den Stränden Praia da Vila und Praia do Norte, liegt ein „kleiner Hügel“ den es zu überwinden gilt Mit 400 Höhenmetern muss man dabei rechnen.
Die Gastronomie von Nazaré zeichnet sich durch ihre Fisch- und Schalentiergerichte aus, die auf unterschiedliche Weise zubereitet werden.
Eines der Hauptgerichte ist Caldeirada, ein Eintopf aus verschiedenen Fischen, sehr schmackhaft und ideal für den Winter.
Bei den Süßigkeiten lohnt es sich, einige der Spezialitäten der Stadt hervorzuheben, wie Nazarener und süße Sardinen.