Wer auf einer Wanderung gern alles dabeihat, außer Platzmangel und schlechte Laune, landet früher oder später beim CamelBak Fourteener 32 Wsnderrucksack. Dieser Rucksack wirkt ein bisschen so, als hätte jemand den Wunsch „bitte bequem, praktisch und mit Trinksystem“ sehr ernst genommen — und dann noch ein paar Extra-Liter obendrauf gepackt.
CamelBak hat seinen beliebten Fourteener Rucksack neugedacht. Die US Amerikaner sagen: „Das Beste kann immer noch besser werden“. Ob das wirklich so ist und ob die Überarbeitung gelungen ist, das haben wir hier getestet. Wie immer unabhängig, fair und ehrlich.
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UV-Preis:
209,99 €
Kaufpreis:
189,95 €
Herstellungsland:
China
Nutzungstage:
45
CamelBak wurde 1989 von Michael Eidson gegründet. Der Hintergrund war, das Eidson beim berüchtigten 100-Meilen-Radrennens „Hotter’N Hell 100“ teilnahm. Nach dem Rennen suchte Eidson nach einer Lösung. während des Fahrens, problemlos und ausreichend trinken zu können.
Die erste Idee bestand aus einem Infusionsbeutel, den er in seiner Trikot Tasche verstaute. Dabei legt er den Schlauch über die Schulter und fixierte diesen dann mit einer Wäscheklammer am Trikot. Das CamelBak Trinksystem war erfunden.
CamelBak entwickelte in den folgenden Jahren verschiedene Rucksäcke. Der große Durchbruch kam, als die Firma das US Militär mit Trinksystem ausstatte.
Neben der Produktinnovation legt CamelBak viel Wert auf Nachhaltigkeit. Das Unternehmen setzt sich aktiv gegen Einwegprodukte wie Plastikflaschen ein und entwickelt wieder verwendbare, langlebige Trinksysteme.
Die Firma ist heute weltweit führend im Bereich mobiler Trinksysteme in den verschiedensten Bereichen, wie Oudoor, Radsport, Militär oder Rettungsdiensten.
Im Jahre 2015 verkaufte Michael Eidson Camelbak an Vista Outdoor. CamelBak ist heute ein Bestandteil der Revelyst-Gruppe. Zu den Firma gehören unteranderem Giro, Fox, Bell oder Bushnell. Größer Anteilseigner von Revelyst, ist die Investmentfirma Strategic Value Partners (SVP)
Die überarbeitete Version 2023 des Fourteener™ gibt es in zwei Tragekapazitäten und in einer männer- und frauenspezifischen Version (32L und 26L Männer – 30L und 24L Frauen).
Der Rucksack wurde mit der Body-Mapping-Technologie für eine maßgeschneiderte Passform und verbesserte Kühlung entwickelt. Sein belüfteter Hüftgurtflügel komprimiert nicht nur das Gepackte, sondern auch die Trinkblase. In den Hüftgurten finden die wichtigsten Utensilien Platz und sind somit stets griffbereit.
Das Air Support™Max-Rückenteil sorgt für massive horizontale Belüftung, ohne die Tragfähigkeit oder Stabilität zu beeinträchtigen. In den dehnbaren Überlauftaschen auf dem Rücken und an den Seiten kannst du zusätzliche Jacken, Snacks und Trinkflaschen verstauen, während das Command CenterTM-Tragesystem (S-förmig bei den Damenmodellen) für eine individuelle Passform verstellbar ist; es bietet sicheren Zugriff auf Telefon, Schlüssel und andere kleine Utensilien. Die 3-Liter-CRUX-Trinkblase ist mit Quick LinkTM und TubeTrapTM ausgestattet.
Der neue Fourteener wird teilweise aus recycelten Stoffen und in nachhaltigen Herstellungsprozessen gefertigt und trägt das CamelBak REPURPOSE Gold-Abzeichen für Nachhaltigkeit
Beim auspacken kam erstmal ein nüchtern erscheinender Rucksack zum Vorschein. Wir hatten die schwarze Variante gewählt. Den Rucksack gibt es aber auch noch in blau. Wieso schwarz, weil es einfach die dankbarere Farbe für langlebige Outdooraktivitäten ist. Zumindest nach unserer Erfahrung.
Das erste Manko was uns auffällt ist das Gewicht. Der Rucksack gehört nicht zu den leichtesten Modellen, bringt dafür aber alles mit, was man für eine lange Tour braucht. Grund für das erhöhte Gewicht ist unteranderem, das kleine Metalgestänge am Rücken, was dem Rucksack eine zusätzliche stabilität am Rücken veleiht und somit den Tragekomfort erhöht.
Beim ersten Testbepacken und anziehen fallen mir die breiten Tragegurte sofort auf. Der Rucksack sitzt mit 25 Kilogramm Testbeladung bequem und komfortabel auf den Schultern und am Rücken. Links und rechts an den Hüften befinden sich kleine Taschen in denen meine GoPro Hero 13 bequem Platz findet.
Ein weiteres Highlight ist das Trinksystem, das dies mal nicht im Stauraum des Rucksack untergebracht ist, sondern in einem extra Fach, direkt am Rücken. Die Schlauchlänge ist ausreichend um bequem auf der Wanderung beim wandern aus dem System trinken zu können.
Beim ersten praktischen Einsatz auf einer Wanderung zum Nahe gelegenden Heldenkreuz, beweist der Ruckack seine deutlichen Stärken. Sitzt er doch angenehm auf dem Rücken und verteilt die Last gleichmässig am Rücken entlang. Gerade bei Wanderungen mit viel Auf und Ab merkt man, dass das Rückensystem auf Stabilität und Belüftung ausgelegt ist. Die Polsterung an den Schultergurten und am Hüftgurt trägt dazu bei, dass der Rucksack auch nach mehreren Stunden noch bequem bleibt.
Hier zeichnet sich auch der Hüftgurt mit seinen beiden geräumigen Seitentaschen gut aus. Schnell habe ich meine GoPro zur Hand, was das Filmen und das Fotografieren deutlich erleichtert. Und wenn der Nachwuchs nach einem Taschentuch verlangt, so ist das ebenso schnell zur Hand, ohne das ich hierfür den Rucksack absetzen müsste.
Das große Plus des Fourteener 32 ist ganz klar das Trinksystem. Die Trinkblase lässt sich sinnvoll integrieren und macht es sehr leicht, unterwegs regelmäßig zu trinken. Gerade auf längeren Wanderungen ist das ein echter Vorteil, weil man nicht erst anhalten muss, um zur Flasche zu greifen. Der Schlauch ist gut erreichbar und alltagstauglich verlegt, sodass das Trinken unterwegs unkompliziert bleibt. Für mich ist das ein echtes Komfortmerkmal, denn wer viel läuft, vergisst das Trinken schnell. Mit diesem System fällt das deutlich leichter.
Der Rucksack bietet nicht nur Platz, sondern auch eine brauchbare Aufteilung. Neben dem Hauptfach gibt es zusätzliche Taschen für Dinge, die man schnell zur Hand haben möchte. Snacks, Sonnencreme, Handy, Karte oder Stirnlampe verschwinden nicht irgendwo tief im Rucksack, sondern lassen sich sinnvoll sortieren.
Besonders angenehm ist, dass der Fourteener 32 nicht nur als reiner Trinkrucksack funktioniert, sondern auch genügend Raum für eine vollwertige Tagesausrüstung mitbringt. Das macht ihn vielseitiger als viele kleinere Modelle, die zwar leicht, aber oft zu knapp bemessen sind.
Die Verarbeitung ist wie bei allen getesteten Produkten von CamelBak bisher, hochwertig. Saubere Nähte und durchdachte Details. Der Rucksack ist auf Outdoor-Einsatz ausgelegt. Wobei ich ihn auch bereits, ohne Probleme, für Radtouren genutzt habe.
Gerade die Kombination aus robustem Außenmaterial, funktionalen Taschen und integriertem Trinksystem zeigt, dass die Macher hier mitgedacht haben. Auch die Details sind sinnvoll gewählt. Nichts wirkt überladen oder unnötig kompliziert, sondern eher klar auf Wandern und Funktion ausgelegt. Genau das gefällt mir an diesem Modell. Alles lässt sich leicht bedienen.
Der CamelBak Fourteener 32 passt aus meiner Sicht besonders gut zu Wanderern, die:
längere Tagestouren machen.
gern mit Trinksystem unterwegs sind.
etwas mehr Platz brauchen.
einen stabilen und funktionalen Wanderrucksack suchen.
Weniger passend ist er für alle, die einen sehr leichten, reduzierten Tagesrucksack suchen. Dafür bringt der Fourteener 32 schlicht zu viel Ausstattung mit. Wer aber Komfort, Trinksystem und Stauraum kombinieren möchte, bekommt hier ein stimmiges Gesamtpaket.
Nach meinem Eindruck ist der CamelBak Fourteener 32 ein sehr durchdachter Wanderrucksack für längere Touren. Er kombiniert ordentlich Platz mit einem guten Tragekomfort und einem praktischen Trinksystem, das auf Wanderungen wirklich einen Unterschied macht. Besonders gefallen haben mir die robuste Verarbeitung, die sinnvolle Aufteilung und das Gefühl, auch auf längeren Strecken gut ausgestattet zu sein.
Für mich ist er kein ultraleichter Begleiter für schnelle Tagestouren, sondern ein verlässlicher Wanderrucksack für alle, die unterwegs gern etwas mehr Komfort möchten. Wer genau das sucht, dürfte mit dem Fourteener 32 sehr zufrieden sein.