Bagan ist eine 40 km² großen Tempelareal in der heutigen Mandalay Region. Die Pagoden Landschaft von Bagan ist auf zahlreichen Reiseführern als Titelbild vertreten. Es ist wohl das Highlight, neben der Shwedagon Pagode, einer Myanmar Reise. Nein eigentlich ist es ein Pflichtprogramm und eines der Touristenmagneten im Lande.
Bagan ist gekennzeichnet durch unzählige Tempel die weit verstreut in einer staubtrockenen Region mit jährlich durchschnittlich 1000 mm Niederschlag liegt. Das Areal liegt zirka 155 km südwestlich der Stadt Mandalay am Ostufer des Irrawaddy. Dem längsten Fluss im Land. Das Tempelareal besticht durch sein 3000 Monumente, die fast alles zugänglich sind für Touristen.
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Aktualisiert am 21.04.2026
Bagan war das erste vereinte Königreich in Birma (dem heutigen Myanmar). Erstmals erwähnt wurde Bagan im Jahr 1050. Damals noch mit der Bezeichnung Pukam. Pukam entstand um das Jahr unter dem König Pyusawti. Der Aufschwung kam aber erst durch die Bamar in Oberbirma. 849 wurde Pukam durch die Bamar eingenommen.
Zur großen Blütezeit kam es aber erst unter dem König Anawrahtas der zwischen 1044 und 1078 Herrscher von Bagan war. Er war der erste buddhistische König und legte damit den Grundstein für die Neuausrichtung Pukams.
Durch seine strategisch gute Lage am Irrawaddy (heute Ayeyarwady genannten) Fluss, wurde Pukam zu einem Handelsplatz mit China und Indien. Die Region boomte und gewann an Einfluss in der gesamten Region.
Es entstanden weit über 10.000 Klöster, Tempel und Pagoden. Jeder einzelne Bau ist eine künstlerische Meisterleistung. Zahlreiche Bilder und Skulpturen schmücken die religiösen Anlagen.
Pukam zählte neben Angkor Wat, in Kambodscha zu einer der größten Städte im Mittelalter weltweit. Die Anlage war größer als Paris oder London.
Der Aufstieg Pukams, war zu gleich der Untergang. Finanzielle Engpässe sorgen langsam aber bestätigt für den Untergang Pukams. Finanziell geschwächt wurde die Stadt 1287 vom Mongolenfürsten Kublai Khan eingenommen. Khan ließ Tempel zerstören, um an deren Stelle eine Stadtmauer zu errichten.
Nach dem auch Khan die Stadt fluchtartig verlassen musste, verfiel Pukam in mehrere Kleinstaaten. Der Stadt gelang es daraufhin nie wieder an seine frühere Blütezeit anzuknüpfen.
Seit 1989 heißt Pukam, Bagan.
Bagan ist ein riesiges archäologisches Gelände, mit großen Abständen zwischen den einzelnen Tempel. Wegweiser sind nicht immer vorhanden. Um das gesamte Pagodenfeld gibt es drei Orte: Nyaung U im Nordosten, Old-Bagan im Nordwesten und New-Bagan im Südwesten.
Diese drei Orte sind durch eine recht gut ausgebaute Straße verbunden und umschließen somit das Pagodenfeld. Alle drei Ort verfügen über Hotels für Touristen. Der Hauptort ist dabei Nyaung U. Weiter unten im Beitrag gehen wir mehr auf die Unterkünfte in Bagan ein.
Die Entfernungen zwischen den einzelnen Orten sehen wie folgt aus:
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Durch die Größe Bagans, lohnt es sich vor Ort am Hostel oder Hotel ein Fahrrad zu mieten. Sportliche Fitness ist eine Grundvoraussetzung für das Radeln in Bagan. Der feine Sand und der wenige Schatten sind nicht zu unterschätzen. Somit sollte man immer etwas zu trinken bei sich führen. Mit dem Fahrrad läßt sich Bagan sehr gut individuel erkunden.
Eine weitere Mögluchkeit Bagan zu erkunden ist die Pferdekutsche. Hier miete man sich am besten vor Ort im Hotel einen entsprechenden Führer, mit Pferd und Kutsche für die Erkundung.
Die archäologische Zone in Bagan, oft als Bagan Archaeological bezeichnet, zieht Reisende weltweit an, die die Tempel von Bagan erkunden möchten. Bagan ist ein riesiger Spielplatz für Tempel-Nerds: Von vergoldeten Pagoden bis zu dunklen Backsteinlabyrinthen ist hier alles dabei.
Die Shwezigon-Pagode nahe Nyaung U gilt als eine der wichtigsten und ältesten Pagoden Bagans und als Prototyp späterer birmanischer Stupas. Sie glänzt mit einer komplett vergoldeten Hauptstupa, umgeben von kleineren Schreinen, Gebetsgängen und Buddhafiguren.
Geheimtipp: Komm frühmorgens, wenn noch vor allem Einheimische beten – ideal für authentische Beobachtungen und ruhige Fotos ohne große Touristengruppen. Abends kannst du im warmen Licht sehr stimmungsvolle Detailaufnahmen von Blattgold, Glöckchen und Opferschalen machen.
Der Thatbyinnyu-Tempel ist mit rund 61 Metern Höhe der höchste historische Tempel in Bagan und dominiert die Silhouette von Alt-Bagan. Der weißliche, terrassenförmige Bau mit mehreren Ebenen, Nischen und Mini-Stupas wirkt fast wie eine steinerne Festung.
Schöner Geheimtipp: Nutze umliegende, niedrigere Tempel oder Plattformen als Viewpoint, um Thatbyinnyu ins Panorama einzubauen, statt nur frontal davor zu stehen. Gerade zur goldenen Stunde entstehen hier starke Kompositionen mit Ochsenkarren, E‑Bikes und staubigen Wegen im Vordergrund.
Der Ananda-Tempel kurz vor den Toren von Alt-Bagan ist einer der am besten erhaltenen und eindrucksvollsten Tempel. Von außen wirkt er mit weiß verputzten Mauern und goldener Stupa fast indisch inspiriert, innen führen kreuzförmige Korridore zu vier über zehn Meter hohen stehenden Buddha-Statuen in alle Himmelsrichtungen.
Achte auf die unterschiedlichen Gesichtsausdrücke der Buddhas – je nach Blickwinkel wirken sie streng, sanft oder lächelnd, was sich super für close-up Shots eignet. Draußen an den Außenmauern findest du lange Reihen von Reliefplatten mit Jataka-Geschichten, die sich gut für Detailfotos und Storytelling im Blog eignen.
Der Sulamani-Tempel nördlich von Dhammayangyi gilt als architektonisches Meisterstück mit fein gearbeiteten Ziegeln, Stuckresten und einem mehrstöckigen Aufbau. Besonders schön ist der Kontrast zwischen warmem Ziegelrot und dem goldenen Licht kurz vor Sonnenuntergang.
Rund um den Tempel liegen Felder, Palmen und einfache Bauernhöfe – ideal, um Tempel mit Alltagsleben zu kombinieren. Wenn du Zeit hast, mach einen Rundgang um den Tempel statt nur durch das Hauptportal zu gehen: An den Rückseiten findest du oft bröckelnde Details, Wurzeln, kleine Schreine und ruhige Ecken ohne Händler.
Dhammayangyi ist der massigste Tempel in Bagan und erinnert mit seiner Pyramidenform an eine Mischung aus Festung und Stufenpyramide. Berühmt ist er für seine extrem präzise, dichte Ziegelbauweise und sein teils zugemauertes Inneres, was ihm eine leicht unheimliche, geheimnisvolle Stimmung verleiht.
Im Inneren findest du lange, dunkle Korridore, Buddhafiguren und Nischen, in denen Lichtstrahlen durch kleine Öffnungen fallen – perfekte Motive für dramatische Fotos. Viele Reisende empfinden den Tempel als atmosphärisch „schwerer“ als andere; das kannst du im Text gut nutzen, um Kontrast zu helleren, „freundlicheren“ Tempeln wie Ananda zu setzen.
Htilominlo liegt zwischen Nyaung U und Alt-Bagan und ist ein großer Backsteintempel mit mehreren Ebenen und reich verzierten Außenflächen. Viele Stuck- und Steinornamente sind noch gut erkennbar, auch wenn sie teils verwittert sind – ideal für Makro- oder Detailaufnahmen.
Geheimtipp für deinen Blog: Heb hier die Kontraste hervor – draußen wuchtig und monumental, innen eher ruhig, mit Buddhafiguren und stillen Gebetsbereichen. In den kleinen Verkaufsständen rundherum kannst du gut mit Einheimischen ins Gespräch kommen und Geschichten für deinen Text sammeln.
Dhammayangyi ist der massigste Tempel in Bagan und erinnert mit seiner Pyramidenform an eine Mischung aus Festung und Stufenpyramide. Berühmt ist er für seine extrem präzise, dichte Ziegelbauweise und sein teils zugemauertes Inneres, was ihm eine leicht unheimliche, geheimnisvolle Stimmung verleiht.
Im Inneren findest du lange, dunkle Korridore, Buddhafiguren und Nischen, in denen Lichtstrahlen durch kleine Öffnungen fallen – perfekte Motive für dramatische Fotos. Viele Reisende empfinden den Tempel als atmosphärisch „schwerer“ als andere; das kannst du im Text gut nutzen, um Kontrast zu helleren, „freundlicheren“ Tempeln wie Ananda zu setzen.
Die Buphaya („Bu“ für Kürbis, „Paya“ für Pagode) wurde um 850 n. Chr. erbaut, möglicherweise unter König Pyinsawhti, der Legende nach den Fluss von einer riesigen Kürbispflanze befreite. Die ursprüngliche Struktur aus Ziegeln und Stuck fiel 1975 einem schweren Erdbeben zum Opfer und stürzte vollständig ins Wasser.
Heute steht eine exakte Rekonstruktion aus Beton und Blattgold, die 1995 fertiggestellt wurde direkt am Ufer des Irrawaddy in Bagan.
Die Pagode thront auf einem schlichten, quadratischen Ziegelsockel, westlich des Bagan Airport im südlichen Teil der Tempelzone. Die Pagode ist eine verstecktes Juwel, wenn nicht gar Geheimtipp, der von wenigen Touristen beuscht wird.
Erbaut in der Blütezeit Bagans, verkörpert Iza Gawna die Verschmelzung von indischen Einflüssen (Stuckornamente) und lokaler birmanischer Baukunst.
Fahrt ab und zu einfach die kleinen Sandwege zwischen zwei bekannten Tempeln entlang – oft findet ihr hier halboffene, fast leere Schreine, in denen ihr ungestört sitzen, skizzieren, schreiben oder fotografieren könnt. Hier entstehen die wahren positiven Erinnerungen fürs Leben.
Die Dhammayazika-Pagode gehört zu den spannendsten, aber oft übersehenen Pagoden in Bagan. Die Pagode liegt südöstlich von New Bagan, Richtung Minnanthu-Dorf, etwas abseits der ganz großen Touristenströme. Sie wurde Ende des 12. Jahrhunderts unter König Narapatisithu aus Ziegelstein erbaut und markiert die späte Blütezeit der Bagan-Architektur.
Charakteristisch ist ihr ungewöhnlicher Grundriss: Die Pagode steht auf einer kreisförmigen Basis mit fünfseitigen (pentagonalen) Terrassen – jede Seite ist einem der fünf Buddhas der buddhistischen Tradition gewidmet.
Plane mindestens 45–60 Minuten für einen Besuch an der Dhammayazika-Pagode ein, damit Ihr diese nicht nur einmal umrundet, sondern auch in Ruhe die Terrakottafliesen, kleine Buddha-Nischen und die Blickachsen in alle fünf Richtungen fotografieren und vor allem wahrnehmen könnt.
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Bagan kann mit Kindern großartig sein, wenn das Tempo angepasst wird: Die weiten Flächen, kurzen „Entdeckertouren“ in einzelne Tempel und der flirrende Staub der Pisten erzeugen echtes Abenteuerfeeling. Ideal sind kürzere Tourblöcke am frühen Morgen und späten Nachmittag, da Hitze und Staub mittags schnell anstrengend werden – unbedingt Sonnenschutz, Kopfbedeckung und ausreichend Wasser einplanen.
Viele Kinder lieben es, in Tempeln Taschenlampen zu nutzen (sofern respektvoll) und Details wie Fresken, Buddha-Statuen oder versteckte Gänge zu entdecken. Gleichzeitig solltest du mit ihnen Barfuß-Regeln, respektvolles Verhalten und die Bedeutung der Orte besprechen – das macht den Besuch auch kulturell lehrreich.
Von Yangon nach Bagan sind Inlandsflüge die schnellste und empfohlene Option – die Strecke dauert ca. 1–1,5 Stunden mit Airlines wie Myanmar Airways oder Air KBZ. Preise starten bei 70–120 € pro Strecke, je nach Saison; buche im Voraus, da Plätze begrenzt sind. Vom Nyaung-U-Flughafen (NYU) brauchst du 15–20 Minuten per Taxi (ca. 10–15 €) nach Nyaung U oder New Bagan. Busse (12–16 Std., ab 20 €) oder Züge (länger, unbequem) sind günstiger, aber anstrengend wegen Straßenbedingungen.
Aus Mandalay sind Flüge (30–45 Min., ab 40–70 €) ideal und starten mehrmals täglich – perfekt für einen entspannten Transfer. Alternativ fährt der Luxusbus (4–6 Std., ab 15 €) bequem über gute Straßen, mit Stopps und Klimaanlage; Nachtbusse sparen eine Übernachtung. Bootstouren auf dem Irrawaddy (5–7 Std., saisonal) bieten landschaftliche Highlights, sind aber wetterabhängig. Taxis (ca. 100 €) eignen sich für Gruppen.
In Nyaung U finden sich zahlreiche Budget-Gästehäuser und einfache Hotels, oft mit familiärer Atmosphäre und vielen Restaurants in Laufnähe. Old Bagan bietet eher mittel- bis höherpreisige Resorts direkt am Irrawaddy oder in Tempelnähe – ideal, wenn du schnell zu den wichtigsten Pagoden möchtest und Sonnenuntergänge am Fluss schätzt.
New Bagan ist ein guter Kompromiss mit vielen Mittelklassehotels, etwas ruhiger Lage und dennoch relativ kurzer Distanz zu den Tempelfeldern. Viele Unterkünfte organisieren E-Bikes, Touren oder Guides, was gerade für Familien und Erstbesucher praktisch ist.
Die beste Reisezeit für die Tempelanlage von Bagan in Myanmar ist von November bis März. In dieser Trockenzeit herrschen angenehme Temperaturen zwischen 20–30°C tagsüber, geringe Niederschläge und klare Sicht für ikonische Sonnenaufgänge über den Pagoden.
Diese Monate bieten trockenes Wetter ohne Monsunregen, was E-Bike-Touren, Ballonfahrten und Tempelbesuche ideal macht – Staub in der Luft sorgt für dramatische Lichtereffekte bei Sonnenauf- und -untergang. Besonders Dezember bis Februar sind optimal: kühler (nachts um 15°C), wenig Feuchtigkeit und volle Blüte der Palmen.
Von Mai bis Oktober dominiert die Regenzeit mit hoher Luftfeuchtigkeit, täglichen Schauern und matschigen Wegen – Tempel sind erreichbar, aber unangenehm heiß (bis 40°C) und rutschig. März/April werden extrem heiß (über 35–40°C), was für Familien mit Kindern oder längere Erkundungen erschöpfend ist.
Besonders in Nyaung U und New Bagan gibt es eine dichte Auswahl an Restaurants mit burmesischer, Shan-, chinesischer und westlich inspirierter Küche. Beliebt sind Lokale mit Dachterrassen oder Gärten, in denen du nach einem Tempeltag im Freien essen und den Staub des Tages sprichwörtlich abwaschen kannst.
Streetfood und Teashops bieten günstige, authentische Gerichte wie Currys, Shan-Nudeln oder frittierte Snacks; wer empfindlich ist, bleibt besser bei gut frequentierten, sauberen Lokalen. Viele Hotels servieren abends Buffets oder Menüs – praktisch, wenn du mit Kindern unterwegs bist und keine Lust mehr auf lange Restaurant-Suche hast.
Die besten Sonnenaufgänge und -untergänge in Bagan entstehen durch den Staub in der Luft, der die Tempel in goldenes Licht taucht – plan früh oder spät, um Massen zu meiden.
Bulethi Pagode: Nahe Shwesandaw, oft weniger voll, toller Panorama-Blick über die Ebene – ideal für ruhige Morgenstunden.
Law Ka Ou Shaung: Nur Minuten von Shwesandaw entfernt, flachere Plattform mit weitem View, perfekt wenn Klassiker überlaufen sind.
Namenlose Tempel an der Anwaratha Road: Kleine, unbegehbare Pagoden mit privater Atmosphäre – suche per E-Bike spontan.
Pyathada Pagode: Große Plattform westlich von Dhammayangyi, epische Ausblicke, aber früh kommen wegen Andrang.
Sulamani-Tempel: Gelbes Licht taucht Ziegelwände ein, ruhiger als Hauptspots, mit Feldern und Palmen im Vordergrund.
Buphaya Pagode: Direkt am Irrawaddy, Reflexionen im Wasser – fotogen mit Booten, barfuß zugänglich.
Die Sicherheitslage (12/2025) in Bagan ist insgesamt besser als in vielen anderen Regionen Myanmars, aber das generelle Risiko im Land ist derzeit hoch und eine Reise will sehr gut überlegt sein.
Offizielle Stellen stufen Myanmar weiterhin wegen politischer Gewalt, bewaffneter Konflikte und eingeschränkter Infrastruktur als Risikoziel ein; Bagan selbst liegt jedoch in einer der vergleichsweise stabileren „Touristen-Zonen“.
Seit der Machtübernahme durch das Militär 2021 befindet sich das Land in einem Bürgerkrieg, in dem landesweit Oppositionelle und Mitglieder der Zivilgesellschaft verfolgt, eingeschüchter oder verhaftet werden.